Posts Tagged Goslar

Date: Juli 6th, 2008
Cate: Alltagsstress

Schützen- und Volksfest in Goslar – Bald ist’s überstanden.

Jedes Jahr das gleiche Chaos: Ausnahmezustand in der Innenstadt, Touristen überall, und keine kaum Parkplätze. Warum sollte man auch das eigenes dafür eingerichtete kostenfreie (!) Park&Ride nutzen, wenn man doch die sowieso schon knappen Altstadtparkmöglichkeiten besetzen kann?! Unsere heißgeliebten Politessen – normalerweise blitzschnell zur Stelle, selbst, wenn der unbescholtene Anwohner nur mal seine Parkberechtigungskarte vergessen hat – haben natürlich schon längst Feierabend, wenn es hier richtig zur Sache geht. Aber das macht nichts: Die dadurch verlorenen “Einnahmen” holt sich die Stadt schon zurück – nämlich in dem sie kurzerhand einfach den Fußweg / Grünstreifen neben der Hauptstrasse zum Parkplatz erklärt und dann 3,00 Euro Gebühr verlangt. No comment.

Auch die Schausteller greifen den Leute mal wieder richtig tief ins Portemonnaie: meinte man im vergangenen Jahr noch, acht bis zehn Euro wären selbst für die Highlight-Attraktionen sehr teuer bemessen durfte man in diesem Jahr für den Flug mit der Kugel, die samt 2 Besuchern mittels Bungeeseilen in die Luft geschossen wird, unglaubliche fünfzehn Tacken berappen! Gähnende Leere. Hier war die Schmerzgrenze wohl deutlich überschritten.  Es änderte sich auch nicht wirklich, als zur Happy-Hour auf zwölf und am Familientag Mittwoch auf zehn Euro reduziert wurde.

Das Publikum wird scheinbar auch von Jahr zu Jahr extremer: 1. Fetter – kein Wunder bei den ganzen fetten, fritierten oder nur auf Zucker bestehenden Kalorienbomben. 2. Zahnloser – als zweite logische Konsequenz auf den ganzen Zucker. Und 3. Dümmer – man mag mir diese harten Worte vergeben, könnte ich sie doch auch einfach verantwortungslos nennen. Warum in Dreiteufelsnamen muss man zwingend seinen zwei Monate alten Nachwuchs im Kinderwagen über den Festplatz karren?? Unsereins musste noch mit sieben, acht Jahren pünktlich nach dem Sandmännchen (19:00 Uhr) ins Bett. Aber die dicke, fette Mami will natürlich wenige Wochen nach der Niederkunft schon wieder auf die Piste und Party machen, das wird dem kleinen Scheißerle schon nicht schaden…

Aber was reg ich mich auf, dafür sind die Jugendämter da. Ach, wie dumm von mir, die haben ja auch schon Feierabend…

However, ab morgen hat der Spuck ein Ende und ich wieder meine Ruhe, und einen Parkplatz. Bis zum Altstadtfest im September…

Date: Juni 1st, 2008
Cate: Events

Schnäppchenjäger aufgepasst!

12 (In Worten ZWÖLF) Pfennig für einen Liter Diesel!!

Tangiert mich als Nichtraucher nicht mehr so wirklich, aber auch die Kippen gibts zum Schnapperpreis:

Wo? Weltkulturerbe Rammelsberg zu Goslar.

Date: April 26th, 2008
Cate: Events, Goslar, Musik
1 msg

Fanta 4 in Goslar?

Fettes Grinsen im Gesicht: Haben unsere Rats- und Verwaltungsdamen und -herren etwa erkannt, dass Musikacts, die ein anderes als das “Oper-und-Theater”-Publikum ansprechen richtig Geld ins Stadtsäckel bringen können?

Nach dem durchschlagenden Erfolg des Rosenstolz-Konzertes im Sommer letzten Jahres kündigt die Goslarsche Zeitung heute an:

Die Rap-Band „Die Fantastischen Vier“ erhält den Paul-Lincke-Ring 2009. Erstmals in der mehr als 50-jährigen Historie geht die Auszeichnung an eine komplette Gruppe. Protest formiert sich derweil gegen den künftig dreijährigen Turnus bei der Preisvergabe. Das Stuttgarter Quartett mit dem einschlägigen Spitznamen „Fanta 4“ soll den Lincke-Ring im Frühsommer 2009 bei einem Festakt im Oberharzer Kurort Hahnenklee entgegennehmen, erklärte Rathaus-Sprecherin Susanne Roßdeutscher. „Gespräche zwischen der Stadt und dem Management über ein Konzert in Goslar laufen bereits.“
Die Tendenz scheint offen. Allerdings waren die designierten Preisträger am Freitag wegen diverser Termine, Solo-Aufnahmen und Urlaub für Stellungnahmen nicht zu erreichen. Das Management machte ebenfalls keine Aussagen zu Festakt und Konzert.
„Die Fantastischen Vier“ starteten ihre Karriere mit dem Song „Die da“, der sie 1992 kometenhaft an die Spitze der deutschen Charts katapultierte. Seitdem zählen Smudo (Michael Bernd Schmidt), Thomas D (Thomas Dürr), Michi Beck (Michael Beck) und And. Ypsilon (Andreas Rieke) mit ihrem fetzigen Hip-Hop zur absoluten Spitze der deutschsprachigen Interpreten und gelten vor allem als eine erstklassige Live-Band.
Wermutstropfen: Am Freitag kündigte Hahnenklee Protest gegen den Goslarer Ratsbeschluss an, den Lincke-Ring aus Kostengründen von 2009 an nur noch alle drei Jahre zu verleihen.fh

Quelle: GZ

Naja, ist ja leider alles noch ziemlich schwammig. Daumen drücken!

Date: März 5th, 2008
Cate: Goslar

Goslars Innenstadt soll attraktiver werden…

… als Einkaufsstadt Braunschweig Konkurrenz machen. Gut, wenn man das thematisch auf Mobilfunk und Schnittblumen begrenzen wollte, dann sind wir jetzt am Ziel.

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit ist mir das neue Logo am kürzlich geschlossenen Christ Juweliergeschäft aufgefallen: the phonehouse.

Damit haben wir nun als bald auf einer Strecke von etwa 20 Metern 3 (drei!!) Telefongeschäfte. (Ich spare mir an dieser Stelle mal jeden Kommentar zu der Tatsache, dass man im O2-Shop schon jetzt fast niemals auch nur einen Menschen – abgesehen vom Personal – antrifft.) Geht man von dort aus wenige Schritte weiter erreicht man nach kurzer Zeit den vierten, den freenet-shop, auch dort ein Schwerpunkt Mobilfunk. Und last not least – ebenfalls in Sichtweite – der Vodafoneshop. Damit wären dann alle großen Anbieter abgedeckt.

Ohne an dieser Stelle großartig recherchieren zu wollen behaupte ich einfach mal, dass die überwiegende Zahl von Handyverträgen doch sicherlich online abgeschlossen wird, oder?

Nicht wesentlich anders verhält es sich im Bereich Floristik: sechs Blumengeschäfte, fast Tür an Tür in der Innenstadt.

Andererseits – versuch mal in Goslar eine CD zu kaufen. Nichts! Nada! Niente! OK, es gibt Karstadt. Aber wirklich gut sortiert – gerade im Hinblick auf alternative Musik ist dieser Laden nicht. Bleiben nur noch die “Ich-bin-doch-nicht-blöd”-Kollegen. Unter eine attraktiven Einkaufs- / Innenstadt verstehe ich irgendwie was anderes.

Date: Februar 3rd, 2008
Cate: Events
1 msg

Die Hexe Blair – in Goslar!

schlotter, schlotter, Angst!

Dass Mittelalter-Fans in Goslar auf ihre Kosten kommen können sollte ja bekannt sein. Aber gerade wenn du auch auf “Hilfe-wir-sind-im-Wald-und-haben-uns-verirrt-und-

irgendwas-schleicht-um-uns-herum”-Filme stehst bietet dir Goslar ein Highlight!

Eins vorab:

Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz, das Betreten ist verboten. Zuwiderhandlung ist Hausfriedensbruch!!

Dieses Posting soll also niemanden ermutigen, das Grundstück zu betreten!

Von Anfang an:

Das extremst geile Wetter heute musste genutzt werden. Da Lars heute wieder zur Nachtschicht muss hatten wir eine zeitliche Grenze bei spätestens 4 bis 5 Uhr. Und wegfahren wollten wir sowieso nicht.

Als wir vor ein paar Tagen morgens zusammen zur Arbeit gegangen sind fiel uns ein Funkturm / Sendemast / was auch immer auf einem der umliegenden Berge auf. (Ich gehe die Strecke jeden Morgen, aber dieses Gebilde hab ich bislang nicht bemerkt.)

Ein wenig planlos machten wir uns also auf den Weg, die grobe Richtung: der Steinberg.

Auf halber Höhe etwa bot sich dann schon ein fantastischer Blick über die Stadt:

Diesen Turm kann man von unten nicht sehen, entsprechend überrascht waren wir beide.

Dies sind die beiden Masten, die uns eigentlich da hoch gelockt hatten. Aus der Nähe dann relativ unspektakulär. (Was ist schon besonderes an einem Sendemast…)

Panoramaimpression Harz und Granestausee:

Auf dem Turm waren dann diversen Metallplatten angebracht, die weitere Sehenswürdigkeiten und deren Richtung nannten. Unter anderem das Königsberg-Sanatorium.

Politisch ist diese Ruine immer wieder ein Streitpunkt; Heuschrecken Investoren wollen eine Ferienhausanlage auf den Steinberg stellen, aber – naja, lassen wir das. Noch steht ja, was von diesem Objekt eben noch übrig ist.

Deutliche Spuren im Schnee, wir waren nicht die ersten neugierigen Besucher heute:

Das ehemalige Wachhaus?

Norman Bates würde sich sicherlich wohl fühlen:

Oder auch nicht, die Front ist zwar noch da, aber dahinter steht fast nix mehr:

Höhenangst hin oder her, es hat wirklich gekribbelt. Aber in dem Fall hat die Vernunft gesiegt, seit 1984 rottet das Teil vor sich hin, es war, es IST einfach zu gefährlich!

Was ist das Königsberg-Sanatorium?

Zwischen 1895 und 1974 als Tuberkulose-Heilanstalt genutzt, ab 1974 dann als Heim für geistig behinderte Kinder. 10 Jahre später folgt dann die Schließung; seither ranken sich Gerüchte über das, was seinerzeit mit den Kindern geschah.

Experimente, Missbrauchsfälle und “verschwundene” Kinder. Geht man mit diesen “Storys” im Kopf auf das Gelände, dann wird einem schon etwas mulmig. Und alleine würde ich da mit Sicherheit nicht hingehen!

Viele weitere Infos findest du auf der sehr umfangreichen und detailliert recherchierten Seite des Goslarers Steve Niewisch – hier!
—————-
Now playing: Sitd – Snuff Machinery (Club Version)
via FoxyTunes