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Date: September 27th, 2009
Cate: Events, Musik
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Von Glaube, Kraft und Ruhm

Um ein Haar wäre das Konzert gestern bzw. meine Anteilnahme in die Hose gegangen, erreichte mich doch im Laufe der Woche die Mitteilung, dass “VNV Nation ausverkauft!” sei… Und ich war richtig angepisst, als ich das gehört hatte.

Aber da das Glück bekanntlich mit die Dummen ist konnte ich schließlich doch noch ein Ticket ergattern und durfte dem enorm kräftezehrenden Event in der modernisierten Factory zu Magdeburg beiwohnen…

(Modernisierung = neue Toiletten inklusive robuster Urinale statt der uralten Pissrinne sowie eine Umgestaltung in der Halle selbst – die kleine Bar ist in die Halle vorgezogen worden, und auf der gegenüberliegende Seite ist eine neue DJ-Empore aufgestellt worden. Dumme Idee, erstens siehts provisorisch aus, und zweitens kostet es enorm Platz.)

Back to Topic.

Solar Fake: Hab ich zwischenzeitlich schon wieder erfolgreich verdrängen können, hat mich absolut nicht angesprochen.

Rotersand: Erstmalig im vergangenen Jahr beim Gothic Aid in Hamburg gesehen, damals fand ich sie trotz der enorm ausladenden Bewegungen Rascals eher als ausdruckslos, absolut nicht live-tauglich. Auch der Gedanke Kasperltheater war mir gekommen… Den Gig gestern hingegen fand ich gelungen, durchaus abwechslungsreich.

VNV Nation: Mit einer gehörigen Portion Skepsis bin ich dort gestern angekommen. Rissen mich die VNV-Veröffentlichungen bisher immer direkt vom Hocker so muss ich bei der Of Faith, Power and Glory einfach sagen, dass sich die Herren Harris und Jackson dieses Mal nicht mit dem im Betreff genannten Ruhm bekleckert haben. Es ist ein solides, kraftvolles Album, ohne Frage. Eine gewohnt gelungene Mixtur aus Balladen, schnellen, treibenden Stücken und Mitteldingern. Aber irgendwie nichts herausragendes. Keine Hymne à la Solitary oder Darkangel. Aber vielleicht findet man den Zugang wie so oft erst mit der Zeit.

Mit der Live-Umsetzung hingegen hat man sich im Hause VNV tatsächlich einmal mehr selbst übertroffen. Nicht nur Ronans Hemd glänzte schon nach dem Opener vor Nässe, auch ich war sofort kochledergar. Der twitter-Aufruf an die Facce, doch bitte mal die Klimaanlage anzuwerfen blieb leider ungehört…

Knapp über zwei Stunden wurde ein Potpourri quer durch die Banddiskografie präsentiert. Erstaunlich fand ich, dass das Publikum fast ausschließlich bei den neuen Sachen aufdrehte, und Klassiker wie Solitary oder Joy überhaupt nicht zu kennen schien. Auch konnte ich keine Hau-Drauf-Pogo-Ecke ausmachen. (Nicht, dass man auf diese Fraktion nicht verzichten könnte, aber irgendwie gehört das zu VNV eigentlich dazu…)

Einen kleinen Fast-Ausraster hatte ich im Übrigen auch mal wieder, war doch so ein selbsternannter Aufpasser-Fan schräg hinter mir, der meinte, er müsse mir während einer kurzen Videoaufzeichnung am Arm rumzuppeln mit den Worten “Lass das mal besser sein, das ist nicht erlaubt…” Viel hätte nicht gefehlt, aber er war dann plötzlich weg… :roll:

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Now playing: VNV Nation – Perpetual
via FoxyTunes

Date: April 26th, 2009
Cate: Events, Musik
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Project Pitchfork Club Attack Tour 2009 Magdeburg

Da bin ich wieder – nach nur … 5 … 3 … 4 … naja, wenig Stunden Schlaf  eben – zurück von Part One des Megakonzertmarathonwochenendes.

Project Pitchfork präsentierten (wenige Stücke) Ihre(r) aktuellen Veröffentlichung Dream, Tiresias! im Rahmen der Club Attack Tour 2009.

Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass mir Pitchfork derzeit arge Bauchschmerzen bereiten, und es scheint mir nicht alleine so zu gehen. Es gab zwar in der Vergangenheit bei jedem neuen Album Unkenrufe à la Verlust der Identität, Trennung, Kommerz-Kommerz-Kommerz, die dann aber nach kurzer Zeit erfahrungsgemäß verstummten.

Aber seit einiger Zeit scheint bei denen echt der Wurm drin zu sein: erst die Querelen mit dem Bandforum, dann die Gerüchte um die neuen “Aufgabenverteilungen” der im Hintergrund beteiligten Menschen, Zensurgeschichten auf den Webpräsenzen und so weiter… Wer weiß, wo das hinführt. Aber das nur am Rande.

Gestern boten die Herren Klatte, Färber, Jansen, Scheuber und Spilles dem Publikum ein weiteres Mal eine Show der Extraklasse.

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(Jetzt, wo ich den Zettel genauer betrachte – um das vorletzte Stück I Am sind wir glaube ich besch*** worden?!)

Für meine Begriffe war es dennoch eine wirklich gelungene Mixtur aus (ganz) alten Songs und neuem Material. Ich muss zugeben, dass ich den Zugang zur Dream, Tiresias noch nicht wirklich gefunden habe, Nasty Habbit, A Dream und Passion sind zwar wahre Glanzleistungen geworden, aber der Rest? Andererseits hatte es auch ein knappes Jahr gedauert, ehe ich die Lam-’Bras mochte.

Von der Pitchfork-Fan-Action im vorderen Drittel habe ich dieses Mal nicht wirklich viel mitbekommen, nach der Pi***-Pause konnte ich problemlos an den rechten Bühnenrand gelangen, wo mir dann vom Boxenturm Rücken und Trommelfell massiert worden sind (das Pfeifen im rechten Ohr ist zwischenzeitlich auch wieder weg).

Abschließend gibts noch ein paar pictures, bevor ich mich ausruhenderweise auf mein Sofa verabschiede und ein wenig Augenpflege betreibe, bevor es dann nachher zum Kraftwerk-Gig nach Wolfsburg geht (und morgen krieche ich dann bestimmt auf dem Zahnfleisch zur Arbeit…).

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Danke an Rastus, für diese doch recht peinliche Aktion:

p1260075

:roll: