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Date: Juli 4th, 2010
Cate: Events, Musik

Bericht vom E-Tropolis 2010

Eine Woche hats gedauert, mich zu akklimatisieren, Fotos zu sichten und zu sortieren

( https://twitter.com/alpha666/status/17429304196 ;)  ), und schließlich Zeit und Muße zu finden, ein paar Worte zu diesem grandiosen Festival zu schreiben.

Ein wirklich großartiges Lineup hat der Veranstalter zusammengewürfelt, so groß, dass in der Vorbereitung die Location gleich zwei mal geändert werden musste – von Ferropolis nach Berlin / Zitadelle nach Berlin / Columbia-Gelände. Dort war es dann schließlich für 13 Bands auf 2 Bühnen möglich, die Hallen richtig zum Kochen zu bringen. Die Außentemperaturen von knapp 30° C taten ihr übriges…

Fiese Überschneidungen sind zwar bei sowas immer vorprogrammiert, mich traf es dieses Mal glücklicherweise nicht so dramatisch, spielten doch die von mir mit Spannung erwarteten Acts allesamt in der C-Halle:

Patenbrigade: Wolff: mir war es aufgrund “leicht” verspäteter Ankunft nur vergönnt, die beiden letzten Stücke von ganz hinten zu hören. Jaja, die Blankenburger Reisetruppe;)

KMFDM: Somit quasi der Opener, und ein wirklich kraftvoller noch dazu. Außerdem Live-Premiere für mich.

Leæther Strip: Ebenfalls persönliche Premiere auf der Bühne, leider teile ich die Meinung anderer Berichterstatter nicht, dass es sich um eine besonders kraftvolle, ausdrucksstarke Show handelte. Klar, wenn ein Zweimeter-mal-Zweimeter-Mann lospowert, dann sieht das schon eindrucksvoll aus. Aber sonst war es eben für mich nichts herausragendes. Musikalisch wars natürlich einwandfrei!

D.A.F. – nur kurz zwei, drei Songs angeschaut und dann eine recht ausgedehnte Picknick-Pause, welcher dann auch Feindflug noch zum Opfer fiel.

Pünktlich zu Combichrist stand ich dann aber wieder in der vierten, fünften Reihe. Diese Position konnte ich allerdings nur wenige Augenblicke halten. Kaum war Herr LaPlegua auf der Bühne setzte sich die Masse um mich herum derart in Bewegung, als würde es kein Morgen mehr geben. Und so zog ich es vor, mich ein paar Meter nach hinten zu verkrümeln. Frage: Läßt sich “nass bis auf die Knochen” steigern? – Antwort: JA!!

Nach Combichrist gabs dann zwei Halbliterflaschen Wasser, die erste fast auf Ex. Eine dritte hätte ich mir gerne über die Füße gegossen.

Den Covenant-Auftritt erlebte ich dann an die Bar angelehnt, mit Herrn Larsen über die Frisur von Eskil lästernd. Ich selbst habe übrigens nicht mitbekommen, dass Joakim irgendwelche Ausfallerscheinungen zeigte. Aber wer kanns ihm schon verdenken, bei den Temperaturen und lecker… was tranken wir eigentlich? Berliner Kindl? :?:

Hocico, man verzeihe es mir, empfand ich schließlich nur noch als Krach. Wahrscheinlich war ich einfach nur zu kaputt, um ihnen an dieser Stelle noch etwas abgewinnen zu können. Füße und Rücken schmerzten, Rachen kratzte, Augen brannten, Ohren summten. Und die wurden und wurden nicht fertig…

Aftershow blieb mir glücklicherweise auch erspart. Danke @team-blabu! :D

Date: Juni 26th, 2010
Cate: Events, Musik

E-tropolis 2010

(grenzt ja schon an Sommerloch, diese Totenstille hier…)

‘s geht nach Berlin heute. Nachher. Also gleich, quasi. Wahrscheinlich das einzige Festival, dem ich in diesem Jahr beiwohnen werde. (Dank Herrn von der Lippe muss ich neuerdings immer innerlich kichern, wenn ich das Wort “beiwohnen” verwende.)

Patenbrigade: Wolff, einer der Acts, die mich am meisten interessieren legen schon um 15:00 Uhr (inoffiziell behauptet schon um 14:00 Uhr ) los, die Teilnahme an der Aftershowparty ist mir seitens der Blankenbürger auch schon angedroht worden, es wird also ein verdammt langer Tag werden.

Beim Blick auf das Programm tun mir jetzt schon alle Knochen weh, die Damen und Herren Veranstalter haben scheinbar die Pausen vergessen.

Vorteil: Da ich Mind.In.A.Box in diesem Jahr noch als supporter von Front Line Assembly sehen darf werde ich mir wohl den Wechsel zur zweiten Bühne schenken und den ganzen Tag in der Halle (jawoll, Halle, trotz des hammermäßigen Wetters hat man sich gegen ein Openair entschieden) verbringen.

Aufi gehts!

Date: Mai 30th, 2010
Cate: termine

Termine, Termine, Termine 06/10

Nach einem – im Hinblick auf “größere” Veranstaltungen – eher dünnen Mai folgt der Juni, mit bislang nur zwei Events, die es aber in sich haben werden:

04.06.2010 – stars@ndr2 – Expo-Plaza, Hannover und

26.06.2010 – Etropolis-Festiaval – Columbiagelände, Berlin

Am 05.06.2010 ist dann Jónsi noch in Berlin zu Gast, aber das wäre mir zu extrem…

Date: Dezember 28th, 2009
Cate: Events, Musik
2 msgs

Im Rhythmus bleiben!

Im letzten Moment, quasi auf der Zielgeraden muss ich nun – nicht ganz unerwartet – doch noch meine persönlichen Jahrescharts Konzerthighlights 2009 korrigieren. Und das obwohl der gestrige Christmas Ball in Hannover anfangs nicht wirklich Begeisterungsstürme in mir auslöste! Der Reihe nach:

Destroid

Man versuchte zwar, mir den Haujobb-Nachfolger schmackhaft zu reden, vom Hocker riss es mich gestern dennoch nicht. Es ist gute, solide Electro-Musik, schön zum “nebenbei hören”, aber mehr auch nicht. (Wobei ich auch an dieser Stelle noch mal betonen möchte, dass ich auch einige Zeit brauchte, um mit Haujobb grün zu werden.)

Suicide Commando

Blöd, wenn man mit einer negativen Erwartungshaltung zu einem Konzert geht, aber gestern ist diese eben doch bestätigt worden. Ich bleib bei meiner Meinung, Suicide Commando haben es so lange ich sie kenne nicht geschafft, ihre Musik auch nur einen Millimeter weiter zu entwickeln. Es hört sich wirklich alles so gleich an. Mr. van Roy könnte spielend den Text von Dein Herz, Meine Gier auf die Musik von Comatose Deliusion singen. Oder umgekehrt. Würde bestimmt niemand merken.

Welle:Erdball

Eigentlich sollte es der Wendepunkt werden, aber auch hier gab es nichts Herausragendes, abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass es Herrn A.L.F. wohl aus den Latschen gehauen hat und dieser sich dann gestern von … ich hab den Namen wieder vergessen … vertreten ließ. Trotzdem wurde wieder “nur” das gewohnte Programm mit den bekannten Showeinlagen geboten. Spaß gemacht hat es aber allemal.

Covenant

Auch so eine Sache. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Diese Unsitte, bei verschiedenen Festivals immer wieder und wieder und wieder dieselbe Show zu bieten nervt. Wer sagt denn, dass hier nicht auch mal die weniger oft gespielten Songs dargeboten werden dürfen? (Bei dem doofen merkwürdigen Publikum im Capitol macht es doch wohl sowieso keinen Unterschied, kennen die Leute dort scheinbar nur die Extreme völliges Desinteresse oder ausartende Aggression. ) Diese Einfallslosigkeit, die mehr als langweilige “Performance” (abgesehen vom Myerschen Schlagzeugsolo – aber auch das kennt man ja nun schon zur Genüge) und nicht zuletzt der recht breiige Sound führen zu gehörigem Punkteabzug.

Tja, und irgendwie bin ich dann während der Covenant-Zugabe nach vorne gekommen…

Front 242

… umklammerte anfangs noch die Absperrgitter und ließ mir meinen Platz in der ersten Reihe nicht mehr streitig machen. (Um ehrlich zu sein war es da vorne eigentlich erschreckend ruhig. Vielleicht hätte mal jemand dem doofen merkwürdigen Publikum sagen sollen WER dort auf der Bühne stand…)

Wie oft hatte ich schon eine Gänsehaut bei der Live-Version von Im Rhythmus bleiben. Die Vorstellung einer riesigen, stockdunklen Halle, Strobos pulsieren aggressiv  zum Beat und aus den Boxen dröhnt in einer Ohren betäubenden Lautstärke wieder und wieder und wieder das “Im-Rhythmus-Bleiben”-Sample. Einatmen, ausatmen, einatmen…

Ich hab kein Zeitgefühl, wie lange der Gig wohl gedauert hat, wenn ich mich grob an meinen tweets orientiere müssen sie etwa um Mitternacht losgelegt haben, Headhunter als eines der letzten kam dann um kurz nach 1. Ich hätte noch bleiben gemocht…

Ich hoffe, dass hier mal Neues auf dem Plan steht, und dann auch eine richtige Tour, so dass einem das Festival-Drumherum erspart bleibt.

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Now playing: Front 242 – Happiness
via FoxyTunes

Date: Juli 9th, 2009
Cate: Events
2 msgs

The Christmas Ball

Die Weihnachtsposts und -tweets überschlagen sich ja in den vergangenen Tagen gerade zu, von meiner Seite gibt es auch einen, nämlich eine event-Empfehlung:

The Christmas Ball 2009

unter anderen im Hannover, und dort mit einem Lineup, dass sich sehen lassen kann:

Destroid
Welle:Erdball
Suicide Commando (da gehe ich dann essen…)
Covenant
und *trommelwirbel*
FRONT242

Und das ganze für sechsundzwanzig Euromärker!!
The+Christmas+Ball+christmas+ball

See you there!

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Now playing: Covenant – Like Tears In Rain
via FoxyTunes

Date: Dezember 27th, 2008
Cate: Events, Musik
4 msgs

The Christmas Ball 2008

Zeit für einen kleinen Konzertbericht, wohl der letzte für dieses musikalisch interessante Jahr.

The Christmas Ball 2008 // Capitol Hannover

Lineup S.P.O.C.K, Absolute Body Control, Funker Vogt, Covenant.

Bemerkenswert war der frühe Beginn der Veranstaltung: Einlass 18:30, Show 19:30. (Ich hatte es ja nach dem Amphi schon festgestellt, die Leute werden eben alle älter :p)

Pünktlich legten Android und Co. los, nahmens mit Humor, dass sie, trotz 20jährigem Bühnenjubiläum hier den undankbaren Opener geben mussten, und waren doch oder gerade deswegen für viele (mich inbegriffen) das Highlight an diesem Abend.

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Jaja, leben Sie lange und in Frieden… Und lassen Se uns bitte nicht wieder ein halbes Jahrzehnt warten!

Combo Nummer 2 – Absolute Body Control, oder kurz ABC: ich kannte sie nicht, erhoffte mir einiges von so hochgreifenden Ankündigungen:

Ein echtes Highlight für Old-School Freunde erwartet Euch mit ABSOLUTE BODY CONTROL! Dirk Ivens’ (The Klinik, Dive, Sonar) legendäres Kultprojekt steht wieder live auf der Bühne, mit dem rohen, ungeschliffenen Sound der 80er, als Synthesizer noch echte Kästen waren und analoger Pioniergeist regierte.

Quelle: Capitol

… und wurde enttäuscht. Nichts herausragendes, nichts bemerkenswertes. Es lief so nebenbei, wurde kaum beachtet, als Bier- und Dönerpause missbraucht. (Anmerkung an dieser Stelle: es sollte für jeden Club, für jede Disko zur Auflage gemacht werden, in unmittelbarer Nähe einen Dönerimbiss anzusiedeln!)

Weiter im Text, weiter im öden Programm: Funker Vogt.

Vor 10 Jahren mochte ich sie. Heute nicht mehr so. Eigentlich überhaupt nicht mehr. Möglicherweise war das der Grund, warum ich den Auftritt gestern nicht mal ansatzweise geniessen konnte, ja sogar nach wenigen Lieder schon richtig genervt war und mich wieder nach hinten an die Bar verdrückt hatte.

Vielleicht liegt der Grund auch darin, das Funker Vogt seit Jahr und Tag ein und dasselbe Programm fahren. Dass sich ein Song wie der andere anhört, absolut keine Entwicklung in der Musik, in der Show zu bemerken ist… Vielleicht hat man es in der Vergangenheit auch einfach nur zu oft gehört. Wer weiss… Ich war gestern jedenfalls froh als es vorbei war und die Bühne freigemacht wurde für den Headliner

Covenant

Lange nicht mehr gesehen, und doch wieder erkannt.

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Eine gelungene Auswahl an (ganz) alten und (brand)neuen Stücken, ein verdächtig fröhlich gestimmter Eskil, ein trommelwütiger Daniel Myer (eine wirkliche Bereicherung – ist der jetzt eigentlich festes Bandmitglied oder nur als Live-Unterstüzung immer mal dabei?) und nicht zuletzt endlich mal eine richtig aufgedrehte Anlage, vernünftiger Bumms – so muss das sein, an einem so besinnlichen Abend! Gelungener (Jahres)Abschluss! Danke!

An dieser Stelle möchte ich mir den Hinweis an das Paar schräg vor mir erlauben: Bitte verlagert euer Vorspiel (ich nehme an, dass dieser merkwürdige Balztanz ein solches war…) demnächst doch in das heimische Schlafzimmer.

Date: Juni 11th, 2008
Cate: Events, Musik
7 msgs

Dies zu versäumen…

…wäre auch eine Sünde sondergleichen gewesen.

Eigentlich mag ich Festivals nicht (mehr): Man wird genötigt, sich auch die richtig, RICHTIG schlechten Bands anzuhören, steht sich unterdessen die Beine in den Bauch, weil man ja dann später von den guten Sachen von einen vernünftigen Platz aus etwas mitbekommen möchte, man fragt sich während der gesamten Zeit wie man es schaffen konnte, das Festivalbudget schon am ersten Abend komplett in Biers umzusetzen…

Genug gezetert, selbstverständlich gibt es auch positive Faktoren – im Hinblick auf das Amphi-Festival 2008 an oberster Stelle: das Lineup. Pitchfork – logisch. Covenant – schon lange nicht mehr gesehen. Lakaien – auch immer gut. Und endlich klappt es mal – Die Krupps!

Genächtigt wird – wie das neuerdings beim Team Blabu und Co. so üblich ist – im 4-Sterne-Radisson. Man gönnt sich ja sonst nichts. Meine Buchungsunterlagen lassen allerdings noch immer auf sich warten.