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Date: Dezember 28th, 2009
Cate: Events, Musik
2 msgs

Im Rhythmus bleiben!

Im letzten Moment, quasi auf der Zielgeraden muss ich nun – nicht ganz unerwartet – doch noch meine persönlichen Jahrescharts Konzerthighlights 2009 korrigieren. Und das obwohl der gestrige Christmas Ball in Hannover anfangs nicht wirklich Begeisterungsstürme in mir auslöste! Der Reihe nach:

Destroid

Man versuchte zwar, mir den Haujobb-Nachfolger schmackhaft zu reden, vom Hocker riss es mich gestern dennoch nicht. Es ist gute, solide Electro-Musik, schön zum “nebenbei hören”, aber mehr auch nicht. (Wobei ich auch an dieser Stelle noch mal betonen möchte, dass ich auch einige Zeit brauchte, um mit Haujobb grün zu werden.)

Suicide Commando

Blöd, wenn man mit einer negativen Erwartungshaltung zu einem Konzert geht, aber gestern ist diese eben doch bestätigt worden. Ich bleib bei meiner Meinung, Suicide Commando haben es so lange ich sie kenne nicht geschafft, ihre Musik auch nur einen Millimeter weiter zu entwickeln. Es hört sich wirklich alles so gleich an. Mr. van Roy könnte spielend den Text von Dein Herz, Meine Gier auf die Musik von Comatose Deliusion singen. Oder umgekehrt. Würde bestimmt niemand merken.

Welle:Erdball

Eigentlich sollte es der Wendepunkt werden, aber auch hier gab es nichts Herausragendes, abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass es Herrn A.L.F. wohl aus den Latschen gehauen hat und dieser sich dann gestern von … ich hab den Namen wieder vergessen … vertreten ließ. Trotzdem wurde wieder “nur” das gewohnte Programm mit den bekannten Showeinlagen geboten. Spaß gemacht hat es aber allemal.

Covenant

Auch so eine Sache. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Diese Unsitte, bei verschiedenen Festivals immer wieder und wieder und wieder dieselbe Show zu bieten nervt. Wer sagt denn, dass hier nicht auch mal die weniger oft gespielten Songs dargeboten werden dürfen? (Bei dem doofen merkwürdigen Publikum im Capitol macht es doch wohl sowieso keinen Unterschied, kennen die Leute dort scheinbar nur die Extreme völliges Desinteresse oder ausartende Aggression. ) Diese Einfallslosigkeit, die mehr als langweilige “Performance” (abgesehen vom Myerschen Schlagzeugsolo – aber auch das kennt man ja nun schon zur Genüge) und nicht zuletzt der recht breiige Sound führen zu gehörigem Punkteabzug.

Tja, und irgendwie bin ich dann während der Covenant-Zugabe nach vorne gekommen…

Front 242

… umklammerte anfangs noch die Absperrgitter und ließ mir meinen Platz in der ersten Reihe nicht mehr streitig machen. (Um ehrlich zu sein war es da vorne eigentlich erschreckend ruhig. Vielleicht hätte mal jemand dem doofen merkwürdigen Publikum sagen sollen WER dort auf der Bühne stand…)

Wie oft hatte ich schon eine Gänsehaut bei der Live-Version von Im Rhythmus bleiben. Die Vorstellung einer riesigen, stockdunklen Halle, Strobos pulsieren aggressiv  zum Beat und aus den Boxen dröhnt in einer Ohren betäubenden Lautstärke wieder und wieder und wieder das “Im-Rhythmus-Bleiben”-Sample. Einatmen, ausatmen, einatmen…

Ich hab kein Zeitgefühl, wie lange der Gig wohl gedauert hat, wenn ich mich grob an meinen tweets orientiere müssen sie etwa um Mitternacht losgelegt haben, Headhunter als eines der letzten kam dann um kurz nach 1. Ich hätte noch bleiben gemocht…

Ich hoffe, dass hier mal Neues auf dem Plan steht, und dann auch eine richtige Tour, so dass einem das Festival-Drumherum erspart bleibt.

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Now playing: Front 242 – Happiness
via FoxyTunes

Date: Januar 27th, 2009
Cate: Events, Musik

Es glaubt bestimmt niemand, dass ich fast nüchtern war…

Eigentlich bin ich recht behutsam mit Bildern von mir, aber da iTunes gerade eine gute Wahl getroffen hat gibts eine Ausnahme und einen Nachtrag zum Christmas Ball 2008

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Ich frag mich gerade, wer von uns beiden fertiger aussieht. (Ich könnte ja auch einfach behaupten, es ist VOR seinem Auftritt entstanden…)

Nein, wir waren beide ein bißchen breit… *gg*

Date: Dezember 27th, 2008
Cate: Events, Musik
4 msgs

The Christmas Ball 2008

Zeit für einen kleinen Konzertbericht, wohl der letzte für dieses musikalisch interessante Jahr.

The Christmas Ball 2008 // Capitol Hannover

Lineup S.P.O.C.K, Absolute Body Control, Funker Vogt, Covenant.

Bemerkenswert war der frühe Beginn der Veranstaltung: Einlass 18:30, Show 19:30. (Ich hatte es ja nach dem Amphi schon festgestellt, die Leute werden eben alle älter :p)

Pünktlich legten Android und Co. los, nahmens mit Humor, dass sie, trotz 20jährigem Bühnenjubiläum hier den undankbaren Opener geben mussten, und waren doch oder gerade deswegen für viele (mich inbegriffen) das Highlight an diesem Abend.

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Jaja, leben Sie lange und in Frieden… Und lassen Se uns bitte nicht wieder ein halbes Jahrzehnt warten!

Combo Nummer 2 – Absolute Body Control, oder kurz ABC: ich kannte sie nicht, erhoffte mir einiges von so hochgreifenden Ankündigungen:

Ein echtes Highlight für Old-School Freunde erwartet Euch mit ABSOLUTE BODY CONTROL! Dirk Ivens’ (The Klinik, Dive, Sonar) legendäres Kultprojekt steht wieder live auf der Bühne, mit dem rohen, ungeschliffenen Sound der 80er, als Synthesizer noch echte Kästen waren und analoger Pioniergeist regierte.

Quelle: Capitol

… und wurde enttäuscht. Nichts herausragendes, nichts bemerkenswertes. Es lief so nebenbei, wurde kaum beachtet, als Bier- und Dönerpause missbraucht. (Anmerkung an dieser Stelle: es sollte für jeden Club, für jede Disko zur Auflage gemacht werden, in unmittelbarer Nähe einen Dönerimbiss anzusiedeln!)

Weiter im Text, weiter im öden Programm: Funker Vogt.

Vor 10 Jahren mochte ich sie. Heute nicht mehr so. Eigentlich überhaupt nicht mehr. Möglicherweise war das der Grund, warum ich den Auftritt gestern nicht mal ansatzweise geniessen konnte, ja sogar nach wenigen Lieder schon richtig genervt war und mich wieder nach hinten an die Bar verdrückt hatte.

Vielleicht liegt der Grund auch darin, das Funker Vogt seit Jahr und Tag ein und dasselbe Programm fahren. Dass sich ein Song wie der andere anhört, absolut keine Entwicklung in der Musik, in der Show zu bemerken ist… Vielleicht hat man es in der Vergangenheit auch einfach nur zu oft gehört. Wer weiss… Ich war gestern jedenfalls froh als es vorbei war und die Bühne freigemacht wurde für den Headliner

Covenant

Lange nicht mehr gesehen, und doch wieder erkannt.

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Eine gelungene Auswahl an (ganz) alten und (brand)neuen Stücken, ein verdächtig fröhlich gestimmter Eskil, ein trommelwütiger Daniel Myer (eine wirkliche Bereicherung – ist der jetzt eigentlich festes Bandmitglied oder nur als Live-Unterstüzung immer mal dabei?) und nicht zuletzt endlich mal eine richtig aufgedrehte Anlage, vernünftiger Bumms – so muss das sein, an einem so besinnlichen Abend! Gelungener (Jahres)Abschluss! Danke!

An dieser Stelle möchte ich mir den Hinweis an das Paar schräg vor mir erlauben: Bitte verlagert euer Vorspiel (ich nehme an, dass dieser merkwürdige Balztanz ein solches war…) demnächst doch in das heimische Schlafzimmer.