Date: November 28th, 2010
Cate: Alltagsstress, Goslar
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Liebe Goslarer Ordnungsbeamte, lieber Henning Binnewies,

ich hab da mal ein Problem. Eins vorab: Ich gönne jedem Berufstätigen seinen Feierabend. Ein acht- oder gar zehn-Stunden-Tag ist lang, aber auch sechs (oder vier?) Stunden können gewaltig schlauchen. Man ist dann schon froh, wenn man endlich den Arbeitsplatz hinter sich und alle Fünfe gerade sein lassen kann.

Ungern greife ich an dieser Stelle in die Vorurteilskiste, mein kleiner Exkurs in das Arbeitsleben in der freien Wirtschaft – fernab vom Beamtentum – sei mir aber doch insoweit erlaubt, dass “bei uns” immer noch Leistung zählt, und vor allem: die Arbeit muss erledigt werden… Und in meiner Kinderstube war mir auch noch beigebracht worden, dass man eine Sache zu Ende bringen soll. Ich erinnere mich an Großmutters mahnenden Zeigefinger: Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen oder auch Morgen, morgen, nur nicht heute sagen all die faulen Leute

Doch genug der Floskeln. Ich erwähnte es bereits gegenüber der dunkelhaarigen Politesse (Frau Özdemir?), die hin und wieder für den Parkplatz Glockengießerstrasse zuständig ist: Im Hinblick auf die Parkordnung herrscht hier – insbesondere freitags – am Abend Anarchie!

Die Reaktion ihrer Mitarbeiterin (zur Erinnerung: ich gönne wirklich jedem seinen Feierabend!!): sie lachte. Beziehungsweise: sie grinste. Voller Häme.

Wie wohl Frau Bauerochse reagiert hätte? Die Frau, die selbst dann eine Verkehrsordnungswidrigkeit feststellt, wenn der gültige Anwohnerparkausweis lediglich ein wenig verrutscht auf dem Armaturenbrett liegt, und das Gültigkeitsdatum nicht vollständig zu lesen ist? Dieses unerhörte Vergehen – Ihr Aktenzeichen 232120443 (unter Anderem…) – ereignete sich – wie sollt’ es auch anderes sein – zwischen 13:43 und 16:48 Uhr. (Tatsächlich entfernt habe ich mein Kfz dann allerdings erst am Folgetag, um kurz nach sieben. Aber nach Fünf juckt das bei euch ja scheinbar niemanden mehr…)

Wie dumm also von mir zu glauben, irgendjemand, irgend ein Beamter der Stadt Goslar kümmere sich Freitag abends um die Einhaltung der Parkordnung in der Altstadt. Mitnichten möchte ich an dieser Stelle kritisieren, dass Ortsfremde, Nicht-Anlieger, Nicht-Anwohner hier die regulären Parkplätze zuparken. Wer zuerst kommt, mahlt eben zuerst, schon klar.

Meine heutige Eingabe gilt einzig und allein den Subjekten, die hier regelmäßig auf Zickzacksperrflächen, Gehwegen oder mitten im Kreuzungsbereich parken.

Gibt’s nicht? Gibt’s wohl! Zumindest freitags nach eins. Um es zu konkretisieren: freitags zwischen 19 Uhr und 21 Uhr. Ich war mal so nett, diesen Umstand – trotz fortgeschrittener Stunde und Schneefalls  fotografisch festzuhalten:

Nun die alles entscheidende Frage, liebe Goslarer Ordnungsbeamte,  lieber Henning Binnewies, was tun wir also, um dieses Fehlverhalten der Mitbürger künftig abzustellen? Oder ist es tatsächlich so, dass man sein Kraftfahrzeug außerhalb der regulären Arbeitszeiten der Goslarer Stadtbediensteten abstellen kann, wo man gerade möchte? Super, dann stehe ich nämlich künftig wochenends in eurer Einfahrt in der Charley-Jacob-Strasse, dort scheint es recht schneegeschützt zu sein. Ich bitte dann aber auch darum, dass euer Hausmeister vernünftig und vor allem frühzeitig räumt!!

Ernsthaft: Hätte wohl jemand die Güte, hier über kurz oder lang mal für Ordnung zu sorgen? Vielen Dank, und eine schöne (kurze) Arbeitswoche.

Date: November 6th, 2010
Cate: Allgemein, Emmi

gutbürgerlich vs. nouvelle cuisine

Die Piepmatze haben ihre Wahl getroffen. Meine Hightech-Futterstation ist schon im letzten Winter keines Blickes gewürdigt worden:

Nun steht also ein puristisches Vogelfutterhäuschen aus Holz auf meinem Balkon:

Tatsächlich dauerte es keine fünf Minuten, ehe die ersten Gäste zu Tisch kamen:

Angebracht ist es so, dass die Miez zwar kucken und motzen kann, zum scheuchen ist das Fenster aber zu weit weg. Zwei Fliegen mit einer Klappe also, Futter für die Piepchen und Entertainment für die Miez!

Date: Oktober 27th, 2010
Cate: termine
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Termine, Termine, Termine 11/10

Stelle fest, dass sich für den November tatsächlich mal wieder ein “Termine, Termine, Termine”-Eintrag lohnt. Auch wenn das meiste noch nicht so feststeht…

01.11.2010 – Jamie Cullum in Braunschweig (?)

06.11.2010 – Großdemo in Dannenberg

12.11.2010 – Project Pitchfork in Magdeburg :cry:

13.11.2010 – Alice Cooper in Braunschweig (?)

16.11.2010 – Anne Clark in Magdeburg

20.11.2010 – And One in Magdeburg (just eben Ticket geordert!)

30.11.2010 – Samael (u.a.) in Braunschweig (?)

Ziemlich durchwachsen, was? Bedarf wohl einiger klärender Worte. Jamie Cullum ist eigentlich so eine naja-Sache. Die Musike hat was, und wenn man quasi fast auf der Nase hat…

Der Heule-Smiley hinter Pitchfork ist einfach erklärt, am selben Abend sind die 80er-Größen OMD in Hannover zu Gast. Aber Pitchfork in Magdeburg ist einfach Tradition, und das neue Material wird auch richtig rocken!

Vincent Damon Furnier a.k.a. Dr. Alice Cooper. Der dunkle Held meiner Kindheit. Hey Stoopid war meine erste selbstgekaufte CD. Heute eigentlich eher weniger mein Geschmack, aber auch hier passt wieder der Spruch: wenn man es fast auf der Nase hat…

Schließlich  gilt das auch für die letzte Combo in der Liste: Samael. Sie begleiteten mich während meiner Zivi-Zeit fast jeden Morgen ins Seniorenheim, und unter anderem ihre recht spezielle Instrumentierung halfen mir bei der Gratwanderung vom Metal zum Electro. Ich denke, ich mach es vom Wetter abhängig…

Date: Oktober 24th, 2010
Cate: Ubuntu

Maverick Meerkat

Reichlich Veränderungen in der letzten Woche im Bezug auf das heimische Tor zum welt-weit-web: die tiefgreifendste war wohl das Upgrade auf die aktuelle Ubuntu-Version 10.10 Maverick Meerkat.

Dieses brachte zwar erst mal recht wenig sichtbare Änderungen mit sich: Ich nutzte F-Spot bislang nicht und werde auch Shotwell nicht nutzen, meine Fotoverwaltung funktioniert mit googles Picasa einfach zu perfekt. Auch die angekündigte flexiblere Lautstärkesteuerung will (noch) nicht so wie ich will, scheinbar werden hier bislang nur wenige Player unterstützt und mein gmusicbrowser zählt da wohl noch nicht zu… Und schließlich die Tatsache, dass ich in der Softwareverwaltung eines Opensource-Betriebssystems ab sofort auch kostenpflichtige Software erwerben kann widerspricht meiner Meinung irgendwie dem Opensource-Gedanken…

Aber systemseitig bin ich damit jetzt erst mal wieder up-to-date.

Ich nahm diese Geschichte dann auch gleich zum Anlass, ein wenig an der Desktopoptik zu feilen. Der eingefleischt Linux-User wird wohl verächtlich die Nase rümpfen, aber letztlich ist mein heimischer Rechenknecht kein reines Arbeitstier, sondern in erster Linie Kommunikations- und Entertainmentzentrum, und da darf es auch schon etwas bequemer zugehen. Außerdem hab ich vom Umgang mit der Konsole nicht wirklich Ahnung…

Neben einem  neuen Wallpaper gab es dann also drei neue Anwendungen, die den Umgang mit dem Rechner wesentlich komfortabler gestalten sollen:

1. Docky – eine recht simple konfigurierbare Mischung aus Task- und Schnellstartleiste

2. DockbarX – ebenfalls eine Taskleiste, Windows7-User dürfte die Gruppierung gleicher Anwendungen – z.B. zweier Browserfenster bekannt sein.

3. Easystroke – Steuerung von Anwendungen mit Mausgesten. Browserseite zurück? – Rechte Maustaste und Maus nach links bewegen! Browserseite vor? – Rechte Maustaste und Maus nach rechts bewegen! Neuen Tab öffnen? – Rechte Maustaste und ein großes “N” mit der Maus malen! Alles völlig frei konfigurierbar, anfangs recht gewöhnungsbedürftig, aber schon nach kurzer Zeit will man dieses feature nicht mehr missen.

Zwei Spiele hab ich noch entdeckt. Ja man, hin und wieder spiele ich auch noch Computerspiele… :roll: Einmal die Linuxvariante von Lemmings namens Pingus. Gerettet werden müssen hierbei – wie sollte es auch anders sein – Pinguine. :D Bei dem zweiten handelt es sich um einen Klon des Basic-Klassikers Gorillas: Hedgewars. Beide haben natürlich ein erhebliches Suchtpotential!

Abschließend bleibt mir noch der Hinweis auf eine Seite planet.ubuntuusers.de, ein Sammelsurium für Beiträge rund um Ubtunu – howto’s, Vorstellungen von Anwendungen und Tipps, die einen immer wieder aufs Neue über den Tellerrand blicken lassen.

Und ich kann es nur wieder und wieder betonen: Linux ist geil!

Date: Oktober 23rd, 2010
Cate: Alltagsstress

Miezekatzensandwich und Kuhfleckeneis

… und das in einem vegetarischen Haushalt….

Date: Oktober 17th, 2010
Cate: Events, Goslar, Musik
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Welle: Erdball im Tor III

Ich mag den Laden von mal zu mal mehr. Es hat schon was, wenn man eine solche Location quasi vor der Nase hat und man sich keine Gedanken um An- und Abfahrt, Parkplatzsituation, Alkoholkonsum etc. machen muss. Und ein bisschen beeindruckt bin ich schon, welch hochkarätigen Acts die Macher des Tor-III in den letzten Monaten nach Goslar gelockt hatten. Wir erinnern uns: Rabia Sorda, Das Ich, und gestern nun Welle: Erdball!

Ich schätze, damit war dieser Veranstaltungsort aber auch an der Grenze seiner Kapazität, wahrscheinlich schon ein Hauch drüber. Es war voll. Richtig voll! Glücklicherweise gabs keine Vorband und auch kein Operation Zeitsturm – geboten bekam man dennoch reichlich für sein Geld. Die Herren sind ja bekannt für sehr lange Konzerte, und auch gestern hatten sie die Zweistundenmarke weit überschritten. Die pyrotechnische Einlage in Form von einer Vielzahl von Wunderkerzen hätte man sich durchaus verkneifen können, war doch der Sauerstoffgehalt der Menschenmenge wegen ohnehin schon recht begrenzt. In diesem Zusammenhang ein dickes, fettes Lob an das Tor-III-Team für das konsequente Durchsetzen der Nichtraucherschutzbestimmungen. NICHT! Im Gegenteil, selbst das Personal quarzt drinnen, was das Zeug hält. Aber diesbezügliche Kritik möchte man ja nicht hören… :roll:

Date: Oktober 10th, 2010
Cate: Alltagsstress, Internet, Meinereiner
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Probierpionierprojekt – Wilkinson HYDRO 5

Endlich war es mir mal wieder vergönnt, ein Produkt vor Markteinführung zu testen.

Ein innovativer Naßrasierer soll es dieses Mal sein, der Wilkinson HYDRO 5.

Was macht das Teil so besonders? -

Ein Gelreservoir, das während der Rasur einen Conditioner freisetzt, fünf Klingen mit Skin Guards, die für besonders sanftes Gleiten sorgen sollen und der Flip Trimmer.

Ich – als überzeugter Gillette-Mach3-User – gab dem Gerät also gleich mal eine Chance:

Das Ergebnis kann sich wohl sehen lassen, es geht – dank 5 Klingen – recht flott von der Hand. Das Gel-Reservoir braucht zwei, drei Züge, ehe es aktiviert ist, aber  dann gibt es das Gel in ausreichender Menge frei. Der Flip Trimmer? Dem geb ich eine 3 Minus. Er funktioniert zwar, aber man muss hierfür zunächst das Gel-Reservoir zurückklappen, und diese Konstruktion macht keinen wirklich stabilen Eindruck. Das hat die Konkurrenz meines Erachtens besser gelöst.

Im Großen und Ganzen ein solides Gerät mit netten features. Es bleibt nun natürlich abzuwarten, wie Wilkinson die Preise für die Ersatzklingen gestaltet.

Date: Oktober 10th, 2010
Cate: Allgemein

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Date: Oktober 9th, 2010
Cate: Fitness

130

Entwarnung, zu schnell gefahren bin ich nicht! *)

Bei der im Betreff genannten Zahl handelt es sich viel mehr um die für einen Menschen in meinem Alter optimale Zielherzfrequenz für eine maximale Fettverbrennung. Das steht auch so auf jedem Ausdauergerät im Studio! Mit Grafik!

Aber natürlich weiß man es ja besser. :roll:  Viel hilft viel, denkt man sich. Und stellt sich auf den Crosstrainer, tagein, tagaus, beamt seinen Puls binnen weniger Minuten auf ein lebensgefährliches Level, die Suppe läuft, der Magen rotiert, die Knie zittern, und wenn man mit Ach und Krach die halbe Stunde geschafft hat schleppt man sich mit letzter Kraft nach Hause und fällt halbtot um. Und schließlich wundert man sich, warum man trotz dieser Abhetzerei die Problemzonen partout nicht in den Griff bekommt…

Vor einiger Zeit beim Schnack mit dem Trainer kamen wir zufällig auf genau dieses Thema zu sprechen. Mit einer unterschwelligen Schadenfreude gab er mir dann kurz und schmerzlos zu verstehen, dass mein tägliches “Auspowern” eigentlich für den Allerwertesten ist, zumindest im Hinblick auf die Fettverbrennung…

220 – abzüglich Lebensalter – mal 65 Prozent.

Wir rechnen nach: 220 – 30 = 190; 190 * 65 / 100 = 123,5

Ein wenig unbeholfen kam ich mir dann vor, als ich dann am nächsten Tag aufs Rad stieg, die Pulsuhr immer im Blick. Inwiefern das wohl effektiv sein mag, wenn man so langsam, fast entspannt daherradelt? Nach etwa zwanzig Minuten gelang es mir dann ganz gut, den Herzschlag zu halten, und schnell stellte ich fest, dass die anfangs programmierten 30 Minuten gut und gerne verdoppelt werden konnten.

Vierzehn Tage praktiziere ich das nun schon so, und was soll ich sagen? Es ist geil! Ich habe mein Krafttraining zwischenzeitlich schon etwas gedrosselt, nur um mehr Zeit für den früher so verhassten Ausdauerpart zu haben. Und genau diese Stunde wird nun täglich ausgiebig zelebriert, mit atmosphärischer Downtempo- / Ambient-Musique. Waren XabecSynæsthesia oder Empusae bislang ob ihres langsamen Rhythmus beim Sport völlig unbrauchbar passen nun eben solche Acts perfekt zu dieser neuen Trainingsgeschichte.

Ein wenig ärgert es mich natürlich schon, dass ich mich nicht früher informiert habe… Die vielen, vielen Stunden. Die vielen, vielen Kilometer. Die vielen, vielen Liter… :roll:

*) Stimmt nicht ganz, zu schnell fahre ich eigentlich dauernd, aber erwischt worden bin ich in letzter Zeit nicht.

Date: Oktober 3rd, 2010
Cate: Events, Musik

Man verspürt eigentlich immer sofort das Verlangen, auf die Bühne zu steigen und ihm ein Wurschtbrot in die Hand zu drücken…