Archive for category Inkasso

Date: January 18th, 2010
Cate: Alltagsstress, Inkasso
1 msg

Dialoge, die die Welt nicht versteht…

Vorgeschichte: Kunde mit mehreren Kundennummern bekommt eine jährliche Aufstellung über die Ausgangsrechnungen, aufsummiert, mit ein bißchen Diagrammschnickschnack aufgehübscht etc. Buchhaltungssoftware und / oder Buchhaltungskraft kann derartige Auswertungen aber nicht mit mehreren Kundennummer fahren. Also werden die Ausgangsrechnungen manuell in ein Excel-Sheet erfasst. Vergangene Woche bat ich die Buchhaltungskollegin, mir diese Tabelle zu schicken. Sie verwies mich an den Azubi (zu diesem Zeitpunkt erkrankt), da dieser die Rechnungen in einer (lokal auf seinem Rechner gespeicherten – oh man, wozu haben wir ein Netzwerk?!) Datei erfasse. Er wusste heute morgen natürlich von nichts. Ich sprach die Buchhaltung an:
 
Ich: “Azubi hat die Datei mit den Ausgangsrechnungen nicht!”
BuHa: “Ja, ich wusste doch, dass er die nicht hat…”
Ich: “o_O … Aber letzte Woche haben Sie doch gesagt, dass er das alles einträgt?!”
BuHa: “Ja, er hat die Liste auch…”

Ich sehe zu meiner Kollegin, sie versucht sich krampfhaft das Lachen zu verkneifen, haut stur auf ihren Monitor blickend in die Tasten… Bin schon wieder bedient ob einer so dummen, widersprüchlichen Aussage.

Ich: “Ich brauche die Liste, dringend! :evil:
 
Der Leidtragende ist jetzt der Azubi, denn er darf nun die ganzen Rechnungen raussuchen und nachtragen.
 
So muss die Woche anfangen…

Date: October 29th, 2009
Cate: Inkasso

Quickpresspost: Die kleinen Freuden im Berufsalltags eines Geldeintreibers

Unglaublich, wie befriedigend es ist, wenn man einen Schuldner, der wiederholt nur unter einem Pseudonym auftritt nach stundenlanger, akribischer Detektivarbeit, nach Puzzelei mit Fragmenten aus verschiedensten Quellen, Datenbanken, Internetzen letztlich doch sauber identifiziert. (Zumal ich bei dieser Forderungsakte tatsächlich auch mal einen Streitwert habe, bei dem sich dieses zeitraubende Gewühle gelohnt hat.) Yes!

Date: August 17th, 2009
Cate: Alltagsstress, Inkasso
7 msgs

Was heute alles Scheisse war…

1. Ich wälzte mich bis circa halb 2 Uhr morgens im Bett hin und her, schaltete aus Verzweiflung Phoenix ein, dort lief 100 Jahre, ich konnte trotzdem oder gerade darum nicht einschlafen.

2. Entsprechend schwierig war das Aufstehen.

3. Ich rechnete mit Stau auf der A7, brach daher schon um acht Uhr gen Hannover auf. Kein Stau da, eine Stunde zu früh im Hotel. :roll:

4. Umgeben fast ausschließlich von Geschäftsführern, ergo konnte ich mich bei der Diskussion um neue Konditionen vornehm in Zurückhaltung üben. (Und selbstverständlich hielt ich auch meine Klappe, als diese Anzugträger mal wieder völlig aneinander und am Thema vorbei redeten…)

5. In Hannovers Innenstadt stinkts.

6. Der am Morgen vermisste Stau war dann auf der Rückfahrt da. Normalerweise fahr ich die Abfahrt Salzgitter runter, heute dachte ich mir ‘Ach, fährst über Rhüden…’ Blöde Idee, 2 Kilometer nach Salzgitter ging dann kurzzeitig NICHTS mehr. Alte Scheisse…

Jetzt bin ich müde, hab das Gefühl heute nichts erreicht zu haben, stelle mir vor, was heute an Arbeit liegen geblieben ist, … Erwähnte ich schon, dass ich mich hin und wieder doch ein wenig urlaubsreif fühle?!

Mitleidsbekundungen bitte, und nicht zu knapp!

—————-
Now playing: Will – Furnace of Souls
via FoxyTunes

Date: May 30th, 2009
Cate: Inkasso
4 msgs

Schmerzfreier Schuldner, die dritte…

Ich möchte natürlich nicht, dass dieser Blog verkommt zu einem Sammelsurium meiner für Außenstehende möglicherweise nicht nachvollziehbaren Schilderungen meiner Büroerlebnisse. Oft wird unsereins nur müde als Sesselpupser etc. belächelt. Aber eins will ich sagen: Büro ist Krieg! Da haben wir zum Beispiel die tägliche Fenster-Zu/Fenster-Auf-Diskussion, die subtilen Tussi-Lästereien über das Outfit der Kollegin zwei Büros weiter und nicht zuletzt die permanenten Versuche, unangenehme, besonders aufwändige oder besonders stupide (aber dennoch nötige) Aufgaben einfach möglichst unauffällig auf andere Kollegen abzuwälzen.

Aber das ist nicht der einzige Schauplatz. Gerade in meiner, der Inkassoabteilung kommt es zwangsläufig immer wieder zu besonders spannenden Auseinandersetzungen.
Das Exemplar Schuldner, mit dem ich gestern zu tun hatte kann man ohne Frage in Kategorie „besonders clever“ einordnen.

Personen:
Schuldner: Naivix Reingefallix
Drittbeteiligter: Betrügerus Wiederholus

Kurze Schilderung des bisherigen Aktenverlaufs:

Februar 2009 – Aktenanlage, Mahnung versandt, Postrückläufer, Meldeamtsauskunft eingeholt, Person nicht zu ermitteln. Da es um ein paar Märker geht (inklusiv Kosten rund fünfeinhalb tausend Scheine) kann man die Akte natürlich nicht so ohne weiteres mit dem Bemerken „Schuldner nicht zu ermitteln, bitte wertberichtigen“ schließen. Intensive Recherchearbeit ist gefragt.
Glücklicherweise hatte der Gläubiger eine Handynummer bei seinen Unterlagen. Unter dieser meldete sich Wiederholus. Auf meine Frage, wo ich denn Reingefallix erreichen könne erklärte er, dass er über die ganze Angelegenheit Bescheid wisse, die Sache auch klären könne und Raten in Höhe von 100,- Euro leisten wolle. Ich lehnte dankend ab (bis zum jüngsten Tage wollte ich die Sache nicht bearbeiten), und bohrte weiter, um Infos über Reingefallix zu erhalten. Aber er hielt dicht…

Sicherheitshalber sind noch mal alle Unterlagen gesichtet und sämtliche Behörden befragt worden, ohne greifbares Ergebnis. Der einzige Anhaltspunkt, der uns jetzt noch blieb war eine namensgleiche Person in einem Ort fünfundzwanzig Kilometer weiter. Ok, Versuch macht kluch, Mahnung dort hin. Gestern rief er mich dann an…

Offensichtlich ein Treffer ins Schwarze. Er kennt Wiederholus. Wiederholus heißt jetzt aber nicht mehr Betrügerus Wiederholus, sondern Betrügerus Verschleierix. Er hat geheiratet. Von der Forderung weiß Reingefallix nichts. Er hat auch mit dem Gläubiger niemals zu tun gehabt. Und an der fraglichen Anschrift, über die das Geschäft abgewickelt worden war hat er auch nie gewohnt. Er bittet um etwas Geduld meinerseits. Möchte diese Angelegenheit doch gerne erst mal mit Verschleierix besprechen. Ich willige ein.
Halbes Stündchen später klingelt es wieder. Reingefallix kündigt mir den darauf folgenden Anruf von Verschleierix an. (An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir in den vergangenen Tagen immer wieder versucht hatten, Wiederholus / Verschleierix anzurufen, leider legte er aber immer sofort wieder auf, wenn er wusste, dass wir dran waren… Wollte nun scheinbar doch nichts mehr “regeln”…)
Tatsächlich rief er an. Als wäre überhaupt nichts gewesen, in einer kackendreist, naiven Art sagte er schlicht und einfach, er würde die Forderung zahlen. In Raten. 150,- Euro, vielleicht auch 200,-…

Moooment, zurück auf Anfang:
„Herr Wieder… äh, Verschleierix, Sie haben ein Rechtsgeschäft unter falschem Namen getätigt. Hier steht eine Forderung von knapp 6000,- Euro im Raum, und sie erwarten jetzt vom Gläubiger, dass dieser bis in alle Ewigkeit darauf wartet?? Trotz des – sagen wir mal vorsichtig – nicht ganz koscheren Hintergrundes?? Sechs Monate räume ich Ihnen ein. Tausend pro Monat! Minimum!“

Er könne das nicht aufbringen, beziehe Hartz IV und sei ja außerdem insolvent…

Rückblende:

Wiederholus ist kein unbeschriebenes Blatt.

Ich erinnere mich an eine Akte, die ich vor etwa einem Jahr gegen Mutter Wiederholus bearbeitet hatte. Selber Gläubiger. Auch damals hatte er schon unter falschem Name Verbindlichkeiten verursacht.

Ich erinnere mich weiter, einige Jahre zurück, eine Akte, die Anfangs gegen Unschuldigus Wiederholus bearbeitet worden war, ein Mensch, den es nicht gab, und letztlich sollte sich herausstellen, dass ebenfalls Betrügerus Wiederholus Initiator war und auch hier unter falschem Name bestellte.

Durch die Blume sprach ich Wiederholus / Verschleierix darauf an, deutete mögliche Konsequenzen an und gab zu verstehen, dass er dieses Mal den Bogen überspannt hatte. Ich räumte ihm Zeit bis Dienstag nächster Woche ein, um den Betrag aufzutreiben bzw. für eine realistische, zeitnahe Tilgung zu sorgen.
Keine 10 Minuten später rief mich dann Reingefallix wieder an. Ob es denn wirklich stimme, dass ich mit Verschleierix eine Ratenvereinbarung getroffen habe…

Ich war sprachlos. Wie kann man so schmerzfrei sein?! Natürlich gab ich Reingefallix zu verstehen, dass keine Vereinbarung getroffen worden war! Und weiter teilte ich Reingefallix mit, dass ich augrund seiner Vergangenheit nicht davon ausgehe, dass Verschleierix sich ernsthaft um eine Tilgung bemühen werde.

Reingefallix deutete dann – ebenfalls durch die Blume – an, wen er am Wochenende aufsucht und was er mit ihm anstellen werde. Innerlich spendete ich Beifall.

Wir verabschiedeten uns und wünschten uns frohe Pfingsttage. Ich bin gespannt, ob Verschleierix Dienstag noch sprechen kann…

—————-
Now playing: Jesse Somfay – Small Pebbled Forrest
via FoxyTunes

Date: May 18th, 2009
Cate: Inkasso
1 msg

(Fast-)Live-Journal aus meinem heutigen Bürotag im (fast-)Twitterstyle

Kurze Anmerkung vorab. Ganz typisch war der Tag nicht, denn erstens ist unsere Inkassoabteilung derzeit urlaubsbedingt halbiert (es gab mal ein ungeschriebenes Gesetz, dass man keinen Urlaub nimmt, wenn schon jemand anders weg ist, aber irgendwann ist dieses Gesetz wohl gekippt worden – ich war bestimmt gerade Kreide holen, als man darüber diskutierte :roll: ), und zweitens ist an den Werktagen nach dem Monatsersten und dem Monatsfünfzehnten immer besonders viel zu tun, weil die Leutz dann eben in der Regel immer Kohle kriegen. Und heute war so ein nach-dem-Monatsfünfzehnten…

Ich hab die Highlights, die Aufreger wie auch die Lacher und sonstiges mehr oder minder interessantes einfach im Twitterstyle in eine Email “geblogt”. Have fun:

8:05

Outlook voll, Drucker geht nicht, Fax quillt über, Radio spinnt. Guten Morgen!

8:30

Kontoauszüge vom 15. liegen vor mir. 2 Banken. Jeweils 4 bis 5 Din-A4-Seiten. Ach wäre das doch nur mein Konto. Nur mal für einen Monat…

8:40

Schuldnerbesuch: Sie: “Ich bin bei der Schuldnerberatung.” – Ich: “Bei welcher?” – Sie: “Äh, das weiss ich garnicht” – Ich: “Hmpf%”§/&! Haben Sie ne Telefonnummer von denen?” – Sie: “Ja, 0151/…..” – Ich: “Nee, is klar, nur ne Handynummer… Sind Sie sicher, dass Sie da an eine seriöse Institution geraten sind? Ach, schon gut, ich klär das, Schühüüüs.” Und beseite damit…

8:46

Der erste Postschwung landet auf meinem Schreibtisch. Annehmbar.

9:13

So langsam wird das Telefon warm…

9:40

Es wird stressig – diverse Ansprechpartner gehen nicht ans Telefon, ständig nervige interne und externe Anrufe.

9:43

2. Auszug fertig gebucht. Hörer liegt mittlerweile neben der Gabel. Post noch unberührt. Puls bei 160

9:46

Zweiter Pott Kaffee – extra stark

10:26

Wunderschön, erstes DICKES Problem: Falscher Schuldner ist verklagt worden. Haftung beim Verein? – Ach Wurscht, der erste, der uns zwischen die Finger kommt wird in Anspruch genommen… Supi. Dass der sich dann aber wehren könnte, mit Erfolg natürlich, und uns dieser Fehler dann Geld kostet… Naja, ich habs nicht verbockt, ich hab auch keine Zeit, das gerade zu biegen… Begeisterung…

10:53

Ach wie ich es liebe – EDV-Trouble: Für die Mitgliedsnummer XXX gab es einen Fehler bei der Übernahme. Das Mitglied wurde nicht übernommen.

Keine Angabe, um was für einen Fehler es sich handelt, keine Angabe, was zu tun ist… Also ServiceCall an den Support.

11:32

Manuelle Abrechnungen erstellen. Auch das liebe ich. Diesen Mist auch noch zwischendurch. Wäre natürlich schön, wenn man so etwas ohne Ablenkung machen könnte… Na, wann klingelts?

11:33

Na, das ist mal ne Überraschung – Das Handy klingelt, Telekom-Kundencenter mit irgendwelchem Produktvorstellungsgedöns. Eigentlich nicht meine Art, aber ich hab mit einem satten “Jetz nich!!” aufgelegt…

12:16

Huu-iiihhh, Outlook (fast) leer, …

12:16 1/2

Grad da ich schreiben wollte, dass mein Posteingangskorb auch schon abgearbeitet ist kommt die Tagespost von heute rein… Stimmt ja, dass war bislang alles Restmist, der von letzter Woche übrig war bzw. übers Wochenende eingetrudelt ist…

Also ran an den Stapel…

13:30

Post überwiegend weg, ein gutes Dutzend Neuaufträge liegt noch rum. Hab irgendwie die Mittagspause verpasst. Naja, bin sowieso zu fett.

14:11

Gerade fast das Aufs-Klo-Gehen vor lauter Stress vergessen. Na, das wäre aber peinlich geworden… Außerdem hab ich irgendwie fiese Blähungen heute… Aber ich bin ja alleine momentan…

14:48

Detektiv spielen. Es gibt tatsächlich Leute, die nicht wissen, gegen wen sie Forderungen haben…

15:07

Upsi, sich für knapp 3000,- EUR die Kauleiste sanieren lassen und dann nicht zahlen ist schon frech, oder?!

15:58

Und wieder mal ein Schuldner, der meint, in einer arroganten Art von oben herab mit mir reden zu können. Telefonseminar Lochmann 2007 angewandt: “Kommt einer von ganz oben, reagiere von ganz unten… Sei ein Kleinkind. Antworte besonders unerfahren, kindisch, unterwürfig. Plappere nach. (Steigerung: Duzi-duzi-duuuu-Tonfall)” Faszinierend, dass das tatsächlich funktioniert. Ein innerlicher Reichsparteitag sowas.

16:03

Ich beginne jetzt – bzw. gleich, wenn ich vom Kaffeewegbringen zurückkehre – mit dem Tagesgeschäft, sprich mit der Wiedervorlageliste…

16:19

Und wie es wirken tut: nochmaliger Anruf von Monsieur 15:58: Er habe mit dem Gläubiger gesprochen, hat sich angeblich alles geklärt. Lammfromm und scheißfreundlich… *gg* Naja, ich prüfe das dann morgen noch.

17:17

Halbstündiger Schnack mit den Kollegen – soviel Zeit muss sein…

17:50

Noch eine dreiviertel Stunde richtig geknüppelt, gut was wegbekommen… Aber: morgen sind die Listen wieder voll, die Ablagekörbe auch, und der ganze Käse geht von vorne los…

Und jetzt gehe ich pumpen.

Schönen Abend!

Date: May 15th, 2009
Cate: Inkasso
4 msgs

Kleine Anekdote aus dem Inkassobüro

Kurz vor Feierabend sollte mir heute noch ein wenig Spass vergönnt gewesen sein:

Ring-Ring-Ring…

Ich: “Inkassobüro Halsabschneid, Schmidt, schönen guten Tag!”

Depp: “Depp mein Name, ich hab da heute von euch son Brief bekommen. Aktenzeichen 123.456-78…”

(Hm, war auch schon die zweite Mahnung, und Zahlungsfrist war gestern abgelaufen. Aber schön, dass du dich noch meldest…)

Ich: “Ok, Forderung von Firma Sowieso. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?”

Depp: “Ja was isn das?!”

Ich: “Mir liegt hier eine Rechnung vom 15.03.2009 vor, die bislang nicht- ”

Depp fällt ins Wort: “Ja die zahle ich nicht, die ist zu hoch!”

(Mir persönlich widerstrebt es ja auch, besonders hohe Rechnungen zu bezahlen, insofern kann ich ihm noch nachfühlen. Die Rechnungen von diesem Gläubiger allerdings sind zu 98 % nicht zu beanstanden und Reklamationen beruhen in der Regel auf mangelndem Verständnis der Schuldner. So auch hier.)

Ich: “Wieso ist die zu hoch? Sie haben von Firma Sowieso eine Rechnung erhalten, aus der ergibt sich genau, wie sich die Forderung zusammensetzt und -”

Depp fällt mir zum zweiten Mal ins Wort: “Das kann alles nicht sein! Ich bezahle das nicht. Klären Sie das mit Firma Sowieso!”

(ein mal lasse ich mir dazwischen sabbeln, eventuell auch noch ein zweites Mal, aber spätestens dann schwillt mir die Aorta…)

Ich etwas erhöhte Lautstärke, etwas energischerer Ton: “Darf ich Ihnen den Sachverhalt kurz erklären?! Sie haben eine Rechnung erhalten, die Rechnung ist inhaltlich korrekt, die Forderungsgrundlage ist nicht zu beanstanden – ” Depp versucht wieder dazwischen zu brabbeln, ich beginne langsam zu schreien ” – SIE HABEN WEDER AUF DIE RECHNUNG NOCH AUF DIE MAHNUNG REAGIERT. DAHER SIND WIR MIT DEM EINZUG BEAUFTRAGT WORDEN, JETZT MÜSSEN SIE DIE FORDERUNG ZUZÜGLICH UNSERER KOSTEN BEZAHLEN!! Weiteren Klärungsbedarf sehe ich zum jetzigen Zeitpunkt hier nicht!”

Depp: “Ach, so einfach machen Sie sich das?! Ich zahle das nicht, und fertig!…” Und legt auf.

Hupps, er DACHTE, er hätte aufgelegt. In seiner Rage ist ihm wohl der Hörer neben die Gabel gefallen, so dass ich das folgende Zwiegespräch mit seiner Gattin gut mitverfolgen konnte. Und meine Kollegin auch, zwischenzeitlich war nämlich auch der Lautsprecher an (ich Schwein *chichi*).

Depp: “Das kann ja wohl nicht war sein – will der mich verarschen – so ne Schwuchtelsau - jetzt müssen sie die Forderung zuzüglich unserer Kosten zahlen – tätätä…. So ein Penner!”

(Ey du Arsch, ich hab nen Schnupfen!)

Depps Gattin kraschelt in irgendwelchen Papieren rum: “Hier ist es… Das stimmt… Da steht es – 170,00 EUR…” kurze Stille

Depp immer noch am zetern: “So ein Mist, das müssen wir dann klären, aber schnell, wer weiss, was DER sonst noch macht. Ruf den Scheisstyp noch mal an und sag, dass du das heute überweist. Hab ich noch so viel Geld auf dem Konto?!”

Depps Gattin: “Weiß ich nicht! Dann sag ich, dass wir das nächste Woche überweisen!”

Depp: “Nein, ruf den an, und sag, dass wir heute überweisen!” *maul-motz-mecker*

Als ich höre, dass sie zum Telefon kommt rufe ich noch, dass ich noch dran bin, und sie eigentlich nicht neu anrufen muss, aber sie hat es wohl nicht gehört. klack!

Wenige Augenblicke später…

Ring-Ring-Ring… (selbe Nummer, natürlich)

Ich: “Inkassobüro Halsabschneid, SCHEISSKERL, schönen guten Tag!”

hat sie nicht gepeilt!

Depps Gattin: “Ja, Depps Gattin, sie haben gerade mit meinem Mann gesprochen, ich wollte nur sagen, dass wir das nächsten Freitag überweisen…”

Höm? Steht nicht schon in der Bibel ‘Tue das, was dein Mann dir gebietet’?!

Ich: “Ja, stimmt. Aber Sie überweisen die Forderung bitte HEUTE, so wie Ihr Mann es Ihnn gesagt hat!!”

Depps Gattin skeptisch: “Ich kann das aber erst nächste Woche überweisen!”

Ich: “Sie überweisen das bitte HEUTE, Ihr Mann hat doch noch ausreichend Geld auf dem Konto. Die Frist ist außerdem schon abgelaufen!”

Zu dem Zeitpunkt hat sie dann bestimmt wirklich Stasi, Wanzen und totale Überwachung vermutet und ist eingeknickt. Sie versprach, gleich zur Bank zu gehen. Es war kurz nach halb vier. Die Bank war bestimmt schon zu… Sehr lustig, ein kröhnender Wochenabschluss, auch wenn die Kohle mit Sicherheit erst Ende nächster Woche überwiesen wird. Aber die beiden haben bestimmt auch noch länger zu grübeln *gg* :D

—————-
Now playing: Sara Noxx feat. Project Pitchfork – Earth Song – Original Version
via FoxyTunes