Archive for category Alltagsstress

Date: Januar 25th, 2012
Cate: Alltagsstress

Mal wieder ne Dienstaufsichtsbeschwerde….

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgenden Sachverhalt gebe ich Ihnen zur Kenntnis:

Am heutigen Mittwoch, 25.01.2012 bemerkte ich um ca. 16:45 Uhr auf dem Parkplatz Glockengießerstraße / Amsdorfgasse ein Polizeifahrzeug, welches recht „ungewöhnlich“ geparkt worden war (vgl. anliegende Lichtbilder).

 

 

 

Ich begab mich zu dem Fahrzeug, um die „Parkkünste“ des Fahrzeugführers fotografisch zu dokumentieren. Auf dem Weg dort hin nahm ich wahr, dass sich ein Polizeibeamter in den Räumlichkeiten des pro-Sport, Abzuchtstr. 6 aufhielt und dort in ein intensives Verkaufsgespräch verwickelt war.

Am Parkplatz angekommen versuchte ich, Lichtbildaufnahmen von dem meines Erachtens nicht vorschriftsmäßig abgestellten Polizeifahrzeuges zu fertigen. Den Polizeibeamten im Fahrzeug nahm ich zunächst nicht wahr.

Jedoch bemerkte eben dieser Beamte offensichtlich mein Ansinnen, öffnete die Tür, und fragte recht forsch, „was ich denn hier vorhabe“. Wahrheitsgemäß teilte ich ihm mit, dass ich lediglich den mutmaßlichen Parkverstoß festhalte. Er drohte mir darauf hin die Beschlagnahme meines Mobiltelefones an, da es mir nicht gestattet sei, Kraftfahrzeuge zu fotografieren, in denen sich Personen aufhielten (?). Trifft dies zu? Auf welcher Grundlage ist es mir verboten, eine vermeintliche Ordnungswidrigkeit und den / die entsprechenden Verursacher fotografisch festzuhalten?

Er forderte mich sodann auf, ihm die Fotografien auf meinem Mobiltelefon zu zeigen. Ich leistete dieser Aufforderung folge. Auf welcher Grundlage ist / war dieser Herr zu dieser Einsichtnahme berechtigt?

Leider ist es mir nicht möglich, diesen Herren namentlich zu benennen, da er sich mir zu keiner Zeit vorstellte und nach meiner Erinnerung auch kein Namensschild trug. Ich gehe aber davon aus, dass es sich problemlos anhand des Kennzeichens und der Uhrzeit – 16:45 Uhr – feststellen lässt, um welchen Beamten es sich hierbei handelt.

Ich „versuchte“, diesem Polizeibeamten mitzuteilen, dass ich es mir unangebracht scheint, wenn Polizeifahrzeuge derart bedenklich abgestellt werden, obwohl auf dem Parkplatz nach meiner Erinnerung zu diesem Zeitpunkt mindestens 4 Parkbuchten frei gewesen waren. Der Polizeibeamte ignorierte mich und meine Frage, und wandte sich einer anderen Bürgerin zu.

Ich begab mich sodann zurück in meine Wohnung, und beobachtete, dass das Polizeifahrzeug um 17:10 Uhr, mithin ungefähr 25 (!) Minuten später entfernt worden war.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte an dieser Stelle mitnichten unterstellen, dass der Fahrzeugführer während des Geschehens (während seiner Dienstzeit – er trug Uniform!!) in den Geschäftsräumen pro-Sport, Abzuchtstr. 6 private Geschäfte tätigte (möglicherweise kaufte ja er gerade eng sitzende Radlerhosen für die „Rosa Goslarer Polizeimountainbiker e.V.“ o.ä. ein), aber ist es Ihren Mitarbeitern wirklich nicht möglich, ihre Kraftfahrzeuge StVO-konform abzustellen? Ihren Mitarbeitern wird schließlich eine gewisse „Vorbidlfunktion“ zuteil.

Weiterhin stelle ich die Behauptung auf, dass die beiden fraglichen Mitarbeiter keinen Parkschein erworben und „gut sichtbar in der Windschutzscheibe“ ausgelegt hatten (zugegeben, sie haben ja schließlich auch keinen regulären Parkplatz in Anspruch genommen….), zumindest konnte ich keinen solchen wahrnehmen.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wäre Ihnen äußerst verbunden, wenn Sie mich mittels einer ausführlichen Stellungnahme aufklären können, ob ich meine staatsbürgerlichen Pflichten „zu genau“ genommen habe, oder ob Ihren Mitarbeitern hier tatsächlich ein Fehlverhalten zuzurechnen ist.

Gerne höre ich von Ihnen. Mit vorzüglicher Hochachtung,

 

Date: April 16th, 2011
Cate: Alltagsstress, Internet
3 msgs

Swiss Money Report

Mitnichten gehöre ich zur Zielgruppe für fragwürdige, spekulative Anlagestrategien. Einerseits weil ich nicht über entsprechendes Spielgeld verfüge. Andererseits weil ich nicht dumm bin. Und dennoch wird ein kleines Kasperunternehmen nicht müde, mir regelmäßig, in guten Zeiten fast täglich Spam-Faxe mit dem Titel “Swiss Money Report” zu schicken. Natürlich ohne Nummernkennung und ohne vernünftigen Absender.

Hätte ich ein analoges Fax, so mit Papier und Toner, ich hätte es wohl zwischenzeitlich längst abgeschafft. Tatsächlich nutze ich aber  die Faxfunktion der Fritzbox, wodurch das Problem schon auf ein Minimum begrenzt wird, nämlich ein kurzes Klingeln des Telefons, und wenige Augenblicke später eine Emailbenachrichtigung auf dem Handy über die ins Mailpostfach gepushte Faxnachricht, die dann noch gelöscht werden muss.

Trotzdem wurmt es mich, dass dieser Abschaum schalten und walten und mir ungefragt Mist schicken kann. Aber ich bin soweit Realist, als dass mir klar ist, dass jede Gegenmaßnahme, sei es das “Abbestellen” des Newsletters oder eben auch drastischere Schritte – Anzeige (gegen Unbekannt) – ohne Resultat bleiben würde. Außerdem brächte mir das nicht die gewünschte Genugtuung, diesem Pack gehören körperliche Schmerzen zugefügt.

Ich steigere mich schon wieder rein…

Nachdem ich nun vergangene Nacht wieder penetriert worden war von einem vermeintlichen Anruf, um kurz nach halb eins, der mich mit Gewalt aus meiner Einschlafphase riss begab ich mich nun heute morgen erneut auf die Suche nach einem wirksamen Gegenmittel. Und siehe da – ich fand sie!!

fritz.box -> Telefonie -> Rufumleitung -> neue Rufumleitung

Dort wähle man dann Alle Anrufe ohne Rufnummer an [Deine Faxnummer] und Anrufe umleiten an Zielrufnummer [0000]. OK, Übernehmen, fertig!

Auch wenn ich damit jetzt erlöst sein sollte von dem Gespamme, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dem Verursacher irgendwann mal Auge in Auge gegenüber zu stehen und ihm dann – mit kleinen, metallischen, spitzen, rostigen Gegenständen – noch mal meine Meinung zu seinem Verhalten zu verdeutlichen…

Date: April 11th, 2011
Cate: Alltagsstress, Medienwahnsinn
1 msg

Achtung, Achtung! Gratis, kostenlos, umsonst dazu!!*

*) für eine geringe Versandkostenpauschale.

Ja, so oder so ähnlich tönen sie, die penetranten Homeshopping-Drücker. Ob es jetzt das Hightechmesserset ist, der Zauberlackkratzerwegmachstift, oder ganz aktuell – der Salatchef Junior. (Btw: eine Salatschleuder / -schüssel für hundertzwanzig Mark… :roll: )

Sie erhalten nicht nur die große Schüssel samt Deckel und die kleine Schüssel samt Deckel. Nein, Sie erhalten den Schleudereinsatz, den großen Schneideeinsatz, den kleinen Schneideeinsatz, das Rezeptbuch, die Daniela-Katzenberger-Fitness-DVD – gratis dazu!! Und wenn Sie sofort bestellen, dann erhalten Sie das ganze Set gleich doppelt (weil wir den Scheiß nämlich dringend loswerden müssen…) Aber warten Sie, Sie bekommen noch mehr: Diese tolle Reibe, aus Weltraumplaste in modisch schickem neongrün, die erhalten Sie gegen eine geringe Versandkostenpauschale von nur 9,95 EUR vollkommen gratis dazu…

Moooment… Warum zum Geier soll ich denn noch mal Versandkosten für dieses absolut tolle Gratisprodukt zahlen?

alpha666.de – investigativ:

Von: frank [mailto:crossingalien@googlemail.com]
Gesendet: Sonntag, 10. April 2011 14:28
An: versand
Betreff: Anfrage

Hallo.

Warum muss ich denn eine extra versandkostenpauschale zahlen, wenn ich die \”gratis\”-reibe dazubestelle. wird die auch in einem extra paket geliefert?

gruß,
frank

Und siehe da, die Antwort klingt logisch. Irgendwie. Naja, vielleicht nicht für dich und mich, aber Frau Kossak scheint davon überzeugt zu sein:

Am Montag, den 11.04.2011, 13:46 +0200 schrieb versand:

Sehr geehrter Herr Frank,

die Doppelreibe wird als Bonusartikel anstatt regulär Euro 19,95 für

einen Verpackungszuschlag (da der Salatchef bereits fertig gepackt ist

und für die Reibe wieder geöffnet werden muss) von Euro 9,95 zusätzlich

angeboten. Sie sparen Euro 10,00.

Ein kostenlose Lieferung der Reibe ist nicht korrekt.

Besuchen Sie uns im Internet: www.genius-shop.de

Jetzt N E U – Melden Sie sich für unseren Newsletter an und verpassen Sie

nie mehr unsere aktuellen Monats- und Sonderangebote.

Mit freundlichen Grüßen

Eva-Maria Kossak
- Serviceabteilung -

Tel.: +49 (0) 1805 – 01 02 02

Fax: +49 (0) 1805 – 01 02 55

service@genius-germany.de

Das Öffnen und erneute Verschließen (so es denn tatsächlich passiert…) kann einem Kunden ja schon mal 20 Mark wert sein, oder? Vielleicht mach ich mich als professioneller Öffner-und-Verschließer selbstständig? :roll:

Date: Februar 7th, 2011
Cate: Alltagsstress
7 msgs

Ösophagogastroduodenoskopie

1. ICH WILL DAS NICHT!

2. Falls die Symptome bis Freitag nicht abgeklungen seien sollten, und ich mich doch dieser Tortur unterziehen muss WILL ICH DAVON NICHTS MITKRIEGEN! Legt mich schlafen, pumpt mich voll mit allen möglichen Drogen, zieht mich nackig aus und malt mich bunt an, aber um Gottes Willen macht, dass ich von dieser Besichtigung nichts merke!!!

Die Gastroskopiegr. γαστήρ = Magen und σκοπεῖν = beobachten ) (umgangssprachlich Magenspiegelung), medizinisch auch Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD), ist eine medizinische Untersuchungsmethode des oberen Teils des Verdauungstrakts. Sie wurde von dem Chirurgen Johann Freiherr von Mikulicz-Radecki Ende des 19. Jahrhunderts begründet.

Mit Hilfe der Gastroskopie ist es möglich, das Innere der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms(Duodenum) anzusehen. Dabei lassen sich kleine Gewebeproben (Biopsien) aus der Schleimhaut für mikroskopische Untersuchungen entnehmen und zusätzlich Fremdkörper, größere Gewebebereiche oder Polypen per Schlinge entfernen. Liegt eine Verengung (Stenose) vor, kann sie mittels Argon-Laser- oder Elektrokoagulation eröffnet werden. Blutungen aus Magengeschwüren können durch Unterspritzung gestillt werden oder indem das blutende Gefäß mit einem Clip abgeklemmt wird. Blutungen aus Ösophagusvarizen stoppt oft eine Gummibandligatur.

Für die Untersuchung verwendet man ein spezielles Endoskop, das sog. Gastroskop, durch dessen beweglichen Schlauch der Arzt mit Hilfe einer Glasfaseroptik hindurchsehen kann. Während ältere Geräte mit einer Optik versehen waren, in die der Arzt direkt hineinschaute, ist der Standard heute eine Videooptik, die die Bilder auf einen Monitor überträgt.

Eine Gastroskopie empfiehlt sich bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, wiederkehrendem Sodbrennen, Schluckbeschwerden, unklarenDurchfällen und bei Verdacht auf ein Magengeschwür oder Magenkarzinom. Je nach Befund können regelmäßige Kontrollgastroskopien erforderlich sein. Bei plötzlich auftretenden Blutungen aus MagenSpeiseröhre oder Zwölffingerdarm (Duodenum) ist eine Notfallgastroskopie zum Aufsuchen und Stillen der Blutungsquelle oft lebensrettend. Blutungsquellen sind meist Magengeschwüre, die durch Unterspritzen mit Medikamenten, Clip- oder Klebetechnik zum Stillstand gebracht werden. Besonders lebensbedrohlich sind Blutungen aus Ösophagusvarizen bei Patienten mit einer Leberzirrhose.

Etwa sechs Stunden vor der Untersuchung darf der zu Untersuchende nichts essen. Da viele Menschen die Gastroskopie als unangenehm empfinden, werden sie meist medikamentös vorbereitet. Sie erhalten vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel wie Midazolam und werden anschließend mit einem Medikament wie Propofol kurzzeitig narkotisiert. Nach einer solchen Sedierung müssen die Patienten zwei Stunden liegen bleiben. Noch Stunden danach dürfen sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Für die Untersuchung wird außerdem der Rachen örtlich betäubt, zum Beispiel mit Lidocain, um den Würgereiz zu mindern. Bis die Betäubung komplett abgeklungen ist, besteht das Risiko, beim Essen und Trinken Partikel in die Lunge einzuatmen (Aspiration).

Mittlerweile können solche Untersuchungen auch transnasal stattfinden. Hierbei wird ein sehr dünner Schlauch nicht durch den Mund, sondern durch die Nase geführt. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Untersuchten das angenehmer fanden als den Zugang durch den Mund. Allerdings ist mit dem dünnen Gerät die Passage durch den Magenpförtner (Pylorus) schwieriger, sodass sich der Zwölffingerdarm nicht so häufig darstellen lässt.

Gravierende Komplikationen treten bei einer Gastroskopie sehr selten auf. Am häufigsten sind Herz-Kreislaufprobleme als Reaktionen auf Sedativa und Analgetika, weiterhin können Lungenentzündungen durch AspirationPerforationen und Blutungen nach Biopsien oder Abtragung von Polypen auftreten. Bei dem Eingriff besteht das geringe Risiko einesMagendurchbruchs durch Verletzung der Magenwand. Durch die Sedierung kann es zu einer Ateminsuffizienz bis zum Atemstillstand kommen. Das macht die Gabe von Sauerstoff, antagonisierenden Medikamenten oder sehr selten auch eine kurzzeitige Beatmung erforderlich. Mit einer konsequenten Überwachung, mindestens durch Pulsoxymetrie, können ernsthafte Probleme jedoch praktisch vollständig vermieden werden.

(via wikipedia)

:shock:

Date: Januar 19th, 2011
Cate: Alltagsstress
4 msgs

Ein Salat kann tödlich sein!

Mitnichten möchte ich aufspringen auf die Dioxindebatte, obwohl ich euch alle, die ihr das Zeug fresst seit Wochen innerlich auslache. ‘Mir doch egal, ob ich Kettenfett schlucke, mein Frühstücksei darf nicht mehr als zehn Cent kosten!’ Wohl bekomm’s! …

Mein heutiges Abendessen sollte biologisch unbedenklich sein: Öko-Salat, Öko-Gurke, Öko-Tomate, Öko-Paprika… Und beim Zerkleinern selbiger passierte es natürlich mal wieder – ganz langsam, fast wie in Zeitlupe – Fingerkuppe linker Daumen – weg:

Das Pflaster war binnen weniger Sekunden durchgesuppt, ein vernünftiger Verband mit nur einer Hand kaum anzulegen. Dem massiven Blutverlust werde ich gleich mal mit einem Hopfentee entgegenwirken. Und ob mir mein Salat noch schmecken wird – angesichts der Tatsache, dass ich die Fingerkuppe nicht wiedergefunden habe – mag ich zu bezweifeln…

Date: Januar 2nd, 2011
Cate: Alltagsstress

Irritating

‘tschuldigung, aber sowas will ich eigentlich nicht in meinem Briefkasten vorfinden, Philips! :evil:

Date: Dezember 28th, 2010
Cate: Alltagsstress
1 msg

Mit Volldampf voraus!

Ich denke, ich kann mich durchaus als reinlichen Menschen bezeichnen. Kein Putzfimmel, aber eine Grundsauberkeit muss einfach herrschen. Gewisse Stellen werden aber zwangsläufig eher vernachlässigt: hinter der Heizung, unter der Waschmaschine, und dann noch meine Lieblingsstelle: die Schiene der Duschkabine. Ab und an, wenn es mich mal richtig packt, schrubbe ich dort mit einer alten Zahnbürste durch. Aber tief in mir drin hatte ich schon den Verdacht, dass dort mehr schlummert, als man sehen bzw. mit der Bürste erreichen kann…

Organisierte ich mir also über die Feiertage einen Dampfreiniger. Nicht so ein HSE24-Neunundsiebzigfünfundneunzig-Entengerät, sondern eins mit richtig Power! <insert tim-taylor-grunt here> Badezimmer leer geräumt, Duschkabine auseinandergebaut, Badehose an (damit ich mir später auch richtig schön den Unterschenkel verbrühen konnte… :roll: ), und dann fast anderthalb Stunden Dampf non stop. Jedes noch so kleine Winkelchen.

Theoretisch könnte ich nun Menschen zum Essen ins Badezimmer einladen. Ich selbst würde aber wohl keinen Bissen runterbringen, denn ich habe gesehen, wie die Lappen danach aussahen:

:shock:

Date: Dezember 11th, 2010
Cate: Alltagsstress
1 msg

Beginnende Gastroenteritis, Präkollaps

Man monierte, dass es hier in letzter Zeit etwas ruhig sei.

Ich nahm gestern diese Kritik also zum Anlass, mal wieder ein wenig action in mein Leben zu bringen: War mir zunächst nur etwas schwummerig – ich dachte, frische Luft und ein Glas Wasser würden für schnelle Abhilfe sorgen – fand ich mich dann schließlich eine gute halbe Stunde später im Emergency Room wieder.

Aufreger: der Handyakku war leer, und so konnte ich – nachdem die akuten Symptome Übelkeit, Schüttelfrost und Tunnelblick dank dicker Decke und Drogen etwas abgeklungen waren – weder twittern noch audioboon noch bei gowalla einchecken oder sonst wie einen Statusbericht ins Netz schicken… Wenn man schon mal was spannendes zu sagen hat…

Memo für mich also: vorm nächsten Kollaps – Handy einstöpseln!

Date: November 28th, 2010
Cate: Alltagsstress, Goslar
3 msgs

Liebe Goslarer Ordnungsbeamte, lieber Henning Binnewies,

ich hab da mal ein Problem. Eins vorab: Ich gönne jedem Berufstätigen seinen Feierabend. Ein acht- oder gar zehn-Stunden-Tag ist lang, aber auch sechs (oder vier?) Stunden können gewaltig schlauchen. Man ist dann schon froh, wenn man endlich den Arbeitsplatz hinter sich und alle Fünfe gerade sein lassen kann.

Ungern greife ich an dieser Stelle in die Vorurteilskiste, mein kleiner Exkurs in das Arbeitsleben in der freien Wirtschaft – fernab vom Beamtentum – sei mir aber doch insoweit erlaubt, dass “bei uns” immer noch Leistung zählt, und vor allem: die Arbeit muss erledigt werden… Und in meiner Kinderstube war mir auch noch beigebracht worden, dass man eine Sache zu Ende bringen soll. Ich erinnere mich an Großmutters mahnenden Zeigefinger: Was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen oder auch Morgen, morgen, nur nicht heute sagen all die faulen Leute

Doch genug der Floskeln. Ich erwähnte es bereits gegenüber der dunkelhaarigen Politesse (Frau Özdemir?), die hin und wieder für den Parkplatz Glockengießerstrasse zuständig ist: Im Hinblick auf die Parkordnung herrscht hier – insbesondere freitags – am Abend Anarchie!

Die Reaktion ihrer Mitarbeiterin (zur Erinnerung: ich gönne wirklich jedem seinen Feierabend!!): sie lachte. Beziehungsweise: sie grinste. Voller Häme.

Wie wohl Frau Bauerochse reagiert hätte? Die Frau, die selbst dann eine Verkehrsordnungswidrigkeit feststellt, wenn der gültige Anwohnerparkausweis lediglich ein wenig verrutscht auf dem Armaturenbrett liegt, und das Gültigkeitsdatum nicht vollständig zu lesen ist? Dieses unerhörte Vergehen – Ihr Aktenzeichen 232120443 (unter Anderem…) – ereignete sich – wie sollt’ es auch anderes sein – zwischen 13:43 und 16:48 Uhr. (Tatsächlich entfernt habe ich mein Kfz dann allerdings erst am Folgetag, um kurz nach sieben. Aber nach Fünf juckt das bei euch ja scheinbar niemanden mehr…)

Wie dumm also von mir zu glauben, irgendjemand, irgend ein Beamter der Stadt Goslar kümmere sich Freitag abends um die Einhaltung der Parkordnung in der Altstadt. Mitnichten möchte ich an dieser Stelle kritisieren, dass Ortsfremde, Nicht-Anlieger, Nicht-Anwohner hier die regulären Parkplätze zuparken. Wer zuerst kommt, mahlt eben zuerst, schon klar.

Meine heutige Eingabe gilt einzig und allein den Subjekten, die hier regelmäßig auf Zickzacksperrflächen, Gehwegen oder mitten im Kreuzungsbereich parken.

Gibt’s nicht? Gibt’s wohl! Zumindest freitags nach eins. Um es zu konkretisieren: freitags zwischen 19 Uhr und 21 Uhr. Ich war mal so nett, diesen Umstand – trotz fortgeschrittener Stunde und Schneefalls  fotografisch festzuhalten:

Nun die alles entscheidende Frage, liebe Goslarer Ordnungsbeamte,  lieber Henning Binnewies, was tun wir also, um dieses Fehlverhalten der Mitbürger künftig abzustellen? Oder ist es tatsächlich so, dass man sein Kraftfahrzeug außerhalb der regulären Arbeitszeiten der Goslarer Stadtbediensteten abstellen kann, wo man gerade möchte? Super, dann stehe ich nämlich künftig wochenends in eurer Einfahrt in der Charley-Jacob-Strasse, dort scheint es recht schneegeschützt zu sein. Ich bitte dann aber auch darum, dass euer Hausmeister vernünftig und vor allem frühzeitig räumt!!

Ernsthaft: Hätte wohl jemand die Güte, hier über kurz oder lang mal für Ordnung zu sorgen? Vielen Dank, und eine schöne (kurze) Arbeitswoche.