
Kollegin @schmeli übereignete mir vor einigen Wochen einen Laptop. Nichts spektakuläres. Im Gegenteil: Intel Celeron, 3 Ghz, 1 Gig RAM – ATI Radeon GraKa, 40 Gig Platte. Technik von vor fünf Jahren eben. Und der Akkumulator hat auch schon das Zeitliche gesegnet.
Ein zeitgemäßer Umgang ist damit also keinesfalls mehr zu gewährleisten. Ist mir schleierhaft, was die Sippschaft der Kollegin mit dieser Butze überhaupt hat veranstalten können. DOS 6.0 und Windows 3.11 drauf und als besseren Taschenrechner missbraucht??
Aber dem geschenkten Gaul guckt man ja bekanntlich nirgendwo hin. Und wenn mir das Dingelchen letztlich nur als mobiler DVD-Player dient, mit dem ich im Winter in der Badewanne und im Sommer auf dem Balkon mal ein Film gucken kann, dann hats ja schon einen guten Zweck erfüllt…
Tjahaaa, WENN…
Gleich welches Betriebssystem ich versucht hatte – Ubuntu, Windows 7, Windows XP, Puppy und Damn Small Linux – Video-files abspielen endete immer in einer einzigen Ruckelorgie. Von DVDs ganz zu schweigen.
Fast wollte ich schon auf- und die Schlepptopkiste wieder zurückgeben.
Debian war nun mein letzter Strohhalm. Auch wenn mich Linux nach fast einjähriger Nutzung vollends überzeugt hat – von dem, was da im Hintergrund läuft und was die einzelnen Distribution voneinander unterscheidet habe ich nicht die leiseste Ahnung. Aber gerade was Ressourcengier betrifft scheint es wirklich erhebliche Unterschiebe zu geben, denn *Trommelwirbel* unter Debian läuft es! Sauber, ruckelfrei, der Bildschirm wird auch vollständig dargestellt (unter Windows sah ich merkwürdigerweise nur ein 75%iges Fenster…)
Und jetzt heben mal alle die Hand, die sich nachher Blade Runner in der Badewanne angucken werden!

*meld*
(Btw: Wenn mir einer von euch Linux-Cracks gelegentlich erklären könnte, wie ich mit dem Gerät via WLAN auf meine Fritzbox komme wäre ich ausgesprochen dankbar!)