Sigur Rós – Von
Einen Vorteil hat die fünfstündige Busfahrt dann doch – ich kann endlich meinen neuesten CD-Erwerb in voller Gänze begutachten.
Sigur Rós – Von
Eine Rezension zu einem ~ 15 Jahre alten Tonträger dürfte zwar recht überflüssig sein, aber eines möchte ich erwähnen: die Scheibe beeindruckt!
Ein erstes Probehören am Mittwoch Abend jagte mir gleich einen eiskalten Schauer über den Rücken. Der Opener “Sigur Rós” gibt dir das beklemmende Gefühl, in einem düsteren Wald, in einer einem Horrorfilm á la Blair witch project würdigen Kulisse gelandet zu sein. Es gibt keinen Rhythmus, kaum Melodie, nur Soundeffekte, Soundfetzen, erdig, mythisch, fantastisch. Und dieses erwähnenswerte, markante “Kreischen”, ich vermute – man möge mich korrigieren – dass es sich hierbei um die berühmt-berüchtigte Geigenbogen-auf-E-Gitarre-Spielweise handelt.
Aber schon das zweite Stück holt den Hörer aus dieser bedrohlichen Umgebung ab mit Jónsis Elfengesang.
Dieser zieht sich durchs gesamt Werk, ich müsste im Booklet nachschauen, ob er isländisch, englisch oder hopeländisch (seine selbstentwickelte Kunstsprache, in welcher er seine Gefühle in Laute und Töne wandelt) singt, aber den Text habe ich bislang tatsächlich links liegen lassen. Das beruhigende, entspannende, chillige Gefühl kommt aber auch ohne Text.
Auffallend: man / ich kann diese Musik nicht “nebenbei” dudeln lassen, es dauert nur wenige Augenblicke, ehe ich beginne, genau hinzuhören, mich darauf zu konzentrieren.
Die lange vergriffene CD ist nun neu aufgelegt worden, und sollte von jedem, von JEDEM! erworben werden! Fünf Sterne!
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