Kraftwerk 26.04.2009

Mit einer kleinen Verzögerung – der Fieberwahn hatte mich gepackt – folgt nun mein kleiner Konzertbericht zum Kraftwerk-Gig am vergangenen Sonntag, den 26.04.2009.

Schon ein paar Male musste die Bezeichnung hier im Blog herhalten – Kraftwerk, die Pioniere der elektronischen Musik. Wahrlich, das sind sie! Beinahe 40 Jahre unter der Flagge Kraftwerk unterwegs und der Musikwelt scheinbar immer einen Schritt voraus. Wer Kraftwerk nicht kennt, dem sei an dieser Stelle ein Bildungslücke im Bereich Kultur bescheinigt.

Verblüfft war ich, als ich im Herbst vergangenen Jahres erfuhr, dass die “Roboter” immer noch aktiv auf die Bühne gehen, und im Rahmen der Movimentos-Festwochen der Autostadt in Wolfsburg quasi in der Nachbarschaft gastierten. Schon die personalisierten Tickets ließen vermuten, dass der Auftritt etwas ganz besonderes werden würde.

An dieser Stelle möchte ich ein dickes Lob an die Autostadt ausdrücken:

  • - Beim Einlaß wurden jedem Besucher neben aufwändig gestalteten Programmbüchern auch kleine Packungen Minzbonbons gereicht.
  • - Stand man nur wenige Augenblicke irgendwo im Areal und ließ sich von der imposanten Location beeindrucken eilte sofort einer der Mitarbeiter herbei und fragte, ob er wohl in irgendeiner Form helfen könne.
  • - Wenn man sich versehentlich direkt vor der Eingangstüre eine Zigarette angezündete hatte wurde man sehr dezent und sehr höflich von einem Mitarbeiter gebeten, doch wenige Schritte weiter zum Raucherbereich zu gehen.

Doch nun zurück zu Kraftwerk. Pünktlich wie die Eisenbahn betraten Sie die Bühne:

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Perfekte Akkustik, perfekte Optik, ein perfektes Gesamtbild. Eben genau so wie man es erwartet. Und es wurden all die großen Hits gespielt:

Die Mensch-Maschine:

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Die Roboter – selbstverständlich stilecht mit den Robotern:

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und nicht zuletzt mein heimlicher Favorit:

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Der kalte Schauder kam erst nach dem Event – beim Auftritt selbst war mir die Projektion des Datums überhaupt nicht aufgefallen, aber auch jetzt, da ich diesen Bericht schreibe stellen sich mir die Haare auf:

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Exakt 23 Jahre danach…

Ich habe auch versucht, Radioaktivität zu filmen, was nicht ganz einfach war, da man von den Autostadt-Mitarbeitern immer wieder gebeten wurde, doch keine Serienbilder und insbesondere keine Videos aufzunehmen. Entsprechend amateurhaft daher die Aufnahme:

Was kann man zum Abschluss sagen? Groß. Nicht zu übertreffen. Einmalig. Einer der schönsten Events überhaupt.

Fakt ist: Bietet sich die Chance noch mal – ich bin wieder dabei!

—————-
Now playing: Kraftwerk – Die Mensch-Maschine (Edit)
via FoxyTunes

2 Comments

  1. April 30th, 2009
    REPLY))

  2. amen!

    du hättest es nicht besser formulieren können.
    das mit dem datum ist mir übrigens sofort aufgefallen, aber dass das 23 jahre her ist, hab ich jetzt erst mitbekommen. das ist wirklich gruselig.
    aber ein sehr schöner bericht. und: ich wäre auch sofort wieder dabei.

    1F

  3. EmphEmph  
    April 30th, 2009
    REPLY))

  4. Ich war beim Mitternachtskonzert dabei. Und ich muss gestehen, dass mir bis zum Lesen Deines Blogeintrags trotz der Projektion gar nicht bewusst war, dass sich die Katastrophe vor genau 23 Jahren ereignete. – Das Konzert selbst war großartig und die 3D-Projektionen im zweiten Teil im wahrsten Sinne des Wortes ganz großes Kino.

    2F

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