Sehr geehrte Damen und Herren,
zweifelsohne haben Sie in den vergangen Wochen zahlreiche Briefe und Emails erhalten, in denen Ihre Kunden ihr Unverständnis ausgedrückt haben über die Tatsache, dass man über die Plattform amazon.de Tierfellkleidung erwerben kann.
In Ihren standardisierten Antwortschreiben teilen Sie sodann wörtlich mit, dass es Ihr [Zitat ]Ziel als Händler ist, unseren Kunden die größtmögliche Auswahl zu bieten, damit Sie die von ihnen gewünschten Artikel bei uns finden und kaufen können. Daher enthält unser Angebot in seiner Breite auch einige Artikel, die von anderen Besuchern beanstandet werden [Zitatende].
Ein Sprichwort sagt: Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Ob dieses in Zeiten der Globalisierung uneingeschränkt Gültigkeit behalten kann sei dahingestellt. Aber wenn ein Unternehmen, dass Größe und Bekanntheit mit dem Verkauf von Büchern, Filmen und Musik – von Kulturgut – erlangt hat nun plötzlich Produkte wie
- WC-Garnitur Topf Rd.farb. 3302 718
- Vibrator Paulchen II (Patchy Paul II) ****** Sonderpreis INKL. Love Lotion light woman (UVP: 9,95 Euro) oder
- Mattel L1902 – Polly Pocket Jumbo-Jet
vertreibt, erinnert dies eher an die Produktpalette von Woolworth (btw: pleite!
).
Aber Ihre überbezahlten Marketingstrategen werden schon wissen, was sie tun…
Ob jedoch die Entscheidung, Tierfelle in das Sortiment aufzunehmen die Richtige war, nun daran hege ich arge Zweifel. Als Tierschützer (jedes Verbrechen an einem Tier sollte nach dem biblischen Grundsatz „Auge um Auge“ geahndet werden! ) empfinde ich es als Frechheit, als Schlag ins Gesicht eines jeden, für den die Erde nicht nur ein riesiger Absatzmarkt ist. Man sollte ein derartiges Vorgehen zum Anlass nehmen, Ihnen sofort jegliche Zulassungen zu versagen, Ihr Unternehmen zu „schließen“ und die Verantwortlichen persönlich zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Zeichen setzen!
Andererseits gehe ich davon aus, dass diese Produkte früher oder später „von selbst“ aus dem Katalog verschwinden werden. Man muss kein Doktor der Betriebswirtschaft sein um sich ein grobes Bild Ihrer Kundenstruktur machen zu können; und Herren 55+ mit dem nötigen Kleingeld, die ihre sexuellen Unzulänglichkeiten damit wett zu machen versuchen, dass sie ihren Champagnerbetäubten Gattinnen derartige Geschenke darbieten werden diese kaum in einem Online-Ramschladen erwerben.
Verehrte Damen und Herren, ich bitte Sie nicht darum, diese Produkte künftig nicht mehr zu verkaufen, ich verlange es von Ihnen. Sie werden es mir nicht verübeln, dass ich ab sofort und bis zu dem Zeitpunkt der endgültigen Einstellung des Vertriebs keinerlei Kaufaktivitäten über Ihre Plattform abwickeln und ferner sämtliche Möglichkeiten nutzen werde, dieses Geschäftsgebaren öffentlich zu machen und zum allgemeinen Boykott aufzurufen.
Hochachtungsvoll,
Frank Schmidt
[Adresse]
[Emailadresse]
http://alpha666.de
Kopie der Mail ging an deutsch@avaaz.org, diese Seite kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen!