TV-Gerät läuft so nebenbei, ich blättere in irgendeiner Zeitungsbeilage, als ich plötzlich einen Melodiefetzen bei einem Werbespot wahrnehme.
Im nächsten Moment fängt es an zu rattern: “Woher kennst du das?”…
Fatal, wenn mir dann eine Band in den Sinn kommt, von der die Melodie offensichtlich nicht stammt:
Immer wieder spult sich der Song in meinem Kopf ab – dimmdedimmdimmdimm, dimmdededimmdedimm… – ich spüre, dass die Antwort jeden Moment durch meine Hirnwindungen schiessen will, es liegt mir sprichwörtlich auf der Zunge, Ereignisse, Orte, Momente, Menschen, die ich mit dem Lied verbinde tauchen auf und…
Fury in the Slaughterhouse – Time to wonder.
Nein, ähnlich, auch ein “Klima“*)-Lied, auch Independent, aber das war es eben nicht.
Wieder dimmdeledimme ich die Melodie vor meinem geistigen Ohr, langsam verschwimmt es, wieder nähere ich mich dem richtigen Künstler und bamm!, Fury in the Slaughterhouse… Wieder falsch.
Man zermartert sich den Kopf, ehe man schließlich frustriert feststellt, dass es immer wieder zum falschen Ergebnis führen wird.
Und jetzt gerade, zwei Tage später, ohne entsprechenden Zusammenhang erinnere ich mich kurz an diese Situation, denke wieder an das Klima und – völlig selbstverständlich – fällt mir sofort der Künstler ein:
Phillip Boa & The Voodooclub… And Then She Kissed Her…
Naja, wenigstens fängt es – im weitesten Sinne – auch mit “F” an…
PS: In diesem Zusammenhang habe ich auch gerade wieder den Zillo “German Mystic Sound Sampler – Indie-Classics Vol. IV” rausgekramt mit dem grandiosen “San Diego” von The Eternal Afflict. Auch so ein Klima-Song *seufz*
*) Klima: Dorfdisko in Ilsenburg (Sachsen-Anhalt); vor 10 Jahren meine Stammdisko