Krabbelviechphobie
Gerade feixe ich noch über Hirnra’s Gummistiefelabenteuer, als ich mir meine letzte, äußerst unappetitliche Begegnung mit einem Sechsbeiner wieder vor Augen führe:
Ohne Schuhe, ohne Brille und ohne Kontaktlinsen schlurfe ich über meinen Flur. Nur zwei oder 3 Meter vor mir auf dem Boden liegt etwas dunkles, längliches.
-3,00 (in Worten: MINUS DREI KOMMA NULL!) Dioptrien. Also Augen zusammenkneifen, langsam nach vorne beugen… Die Katze lebte damals noch nicht bei mir, eine versehentlich aus dem Katzenklo gekickte Sandwurst konnte es also nicht gewesen sein. Aber ein Zweig. Oder ein Bonbonpapier. Oder irgendwelcher anderer Plunder.
Zweig war realisitisch. Die Balkontür war offen. Ich beuge mich weiter nach vor, der rechte Arm macht sich bereit, das immer noch verschwommene Etwas zu greifen. Wenige Zentimeter trennen mich davon, …
… als es plötzlich springt. Einen Sekundenbruchteil hält mein Geist an der Ast-Version fest. Der “Ast”, der jetzt von einem “Windstoss” über den Flur “geblasen” wird. Aber das Adrenalien verschafft mir schon im nächsten Moment Adleraugen: Ein Grashüpfer! Grille! Heuschrecke! Was auch immer.
Tänzelnd springe ich zurück, ein tiefes “wuuuuaaaaaaahaaaaaaa” entfleucht mir – bei der Vorstellung stellen sich mir noch heute die Haare auf.
Das schlimmste an dieser Story: Das Viech sprang panisch ins Wohnzimmer. Und ward nie mehr gesehen… Im Zweifel … nein, ich mag nicht dran denken… *schüttel*










