Review 2nd Gothic Aid Festival
“Puuh!” Dieser Ausdruck gibt wohl am treffendsten wieder, wie ich mich heute fühle.
Geschlaucht, aber happy. Von Kopf- und Gliederschmerz geplagt, aber beeindruckt.
Ich will hier niemanden mit dem “Drumherum” langweilen; an dieser Stelle daher lediglich zwei Bemerkungen:
- Goslar – Hamburg ist in zwei Stunden gut zu schaffen. War mir bislang nicht bewusst, wird aber künftig bei Events und Wochenendplanungen berücksichtigt werden. Hamburg ist schon sehr geil.
- Das AO-Hostel kann ich nur bedingt empfehlen. Sauber ist es dort zwar, aber zum “wohlfühlen” absolut nicht geeignet. Und das Problem mit den Keycards, die auf dem Weg zum Zimmer plötzlich ihre Programmierung verlieren ist echt zum k***!
Sei’s drum, wir waren der Party wegen dort. Und die fand nur einen Steinwurf entfernt in der Markthalle statt.
Pünktlich zu Oswald Henkes Projekt fetisch:Mensch sind wir dort angekommen. Ich hatte gestern schon angedeutet, wie gespannt ich besonders auf diesen act war. Meine Erwartungen gingen in die Richtung, dass man ein eher ruhiges, sprachbetontes Programm serviert bekommt. IST-Zustand: Geschrei, Gitarrengeschrammel, alles derartig schlecht abgemischt, dass man kein Wort verstehen konnte. Und außerdem liest der Henke den Text ab! Nach dieser Erfahrung mache ich – zumindest in der Kategorie “Live” – unter Goethes Erben nebst Seitenprojekten einen dicken, fetten Strich!
Kaum war dieser Käse überstanden folgte auch schon DAS Highlight dieses Abends. Sono. Vor fünf, sechs Jahren liefen die mal mit “Keep Control” durch die Musiksender. Damals empfand ich diese Musik als nervig, billig, nichtssagend. Die Stimme mochte ich auch (noch) nicht. Aber irgendwas hat bei mir in der Zwischenzeit wohl einen Schalter umgelegt – Der Gig war der Hammer! Kraftvoll, energiegeladen, mitreißend – von der ersten bis zur letzten Minute hat man wirklich was für sein Geld geboten bekommen. Die “letzten Minuten” waren nebenbei erwähnt ein fantastisches Cover von Seals “Killer”. *daumenhoch* (der amazon-Wunschzettel ist bereits geupdatet
)
Rotersand: Die Musik ist ja grundsätzlich ok. Sie kam live auch wirklich sauber rüber. Aber… Ja, aber. Das war es nämlich auch schon. Die Show – wenn man es so nennen kann – hätte man sich sparen können. Null Ausstrahlung, unkoordiniertes Rumgezappel des Sängermenschen – im Prinzip wurde die Band hier nicht wirklich gebraucht.
Zeraphine hab ich dann genutzt um meine Notdurft zu verrichten und frisches Bier zu holen.
Kurz nach halb zwei war es dann soweit: die Pitchies legten los. Nach einigen “Naja”-Auftritten gab es gestern endlich mal wieder einen Kracher. Auf der Setlist standen fast ausschließlich ältere Sachen, unter anderem Carrion, IO und Souls! (Zu Souls werde ich die Tage wohl noch einmal ausführlicher etwas schreiben…). Auch mein persönlicher Wunsch ist erfüllt worden: Als Zugabe gab es Rescue. Seit langem mal wieder. @ Peter und Co.: Lasst doch in Zukunft bei Rescue wieder das laaaange Outro laufen. Man hat dann Zeit, das Erlebte richtig sacken zu lassen.
Zwei Grüße möchte ich an dieser Stelle noch loswerden:
@ Frau “Ooooswaaaaald”: Ich hoffe, dir und deinem Kater gehts heute wieder gut?
@ blonde Herrendame, die sich während Pitchfork permanent an mir gerieben hat: In Zukunft bitte Deo benutzen oder Arme unten lassen!
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REPLY))
war toll.
wobei ich zum hostel noch anmerken möchte, dass es wirklich ok war. aber man sollte definitiv oropax dabei haben.
ich muss sagen, dass mir rotersand auch sehr gut gefiel. die habe ich bisher eigentlich ziemlich erfolgreich ignoriert, aber gestern ging das ganz fein ab
)
auch mein highlight: sono. echt ne tolle sache
und zu pitchfork: neben den von dir genannten habe ich mich auch sehr über en garde! und selbstverfreilich wieder über god wrote gefreut. *hüpf*
obwohl ich ja nich gehüpft bin, sondern zur abwechslung mal nur getanzt habe… es war ja sooooo warm in der markthalle.
ansonsten: ich freu mich auf unseren nächsten trip
REPLY))
Ihr wart definitiv zu spät da – PESTICIDE haben die große Markthalle dermaßen gerockt – echt genial! Ich kannte sie vorher nicht, aber die waren für mich die Überraschung des Abends und dass, obwohl der Musikstil der Jungs ansonsten nicht unbedingt meine Richtung ist (Slipknot/Korn/LinkinPark). Ist doch aber immer wieder schön, wenn man auf solchen Festivals auch mal neue Perlen präsentiert bekommt und seinen musikalischen Horizont erweitern kann