Archive for Februar, 2008

Date: Februar 6th, 2008
Cate: Musik

Out of the Dark

Johann Hölzel, besser bekannt als Falco starb heute vor zehn Jahren in Folge eines Autounfalls. Meilensteine seines Schaffens waren die Titel Rock me Amadeus, Jeanny Part 1, Coming home (Jeanny Part 2) und nicht zuletzt das nach seinem Tod veröffentlichte Out of the dark.

Muss ich denn sterben, um zu leben?

Falco begleitet mich persönlich so lange ich denken kann so lange ich bewusst Musik konsumiere. So war “Rock me Amadeus” neben Paso Dobles “Computerliebe” und Juliane Werdings “Nacht voll Schatten” (was für ein grottenschlechtes Cover) eines der Lieder auf meiner ersten eigenen Musikkassette (MC, vlg. auch Compact Cassette – CC),
tdkc60cassette.jpg

selbst im Radio mitgeschnitten.

Tjahaaa Kiddies, so sah filesharing / emule / extrem music downloading vor 20 Jahren aus! :)

Man kann seine Musik lieben, man kann sie hassen. Oder sie einfach neutral betrachten. Wie immer gilt: Musik ist Geschmackssache.

Egal wie man aber zu seiner Musik – wie man zu der Figur Falco steht – die Fakten, seine Erfolge muss man anerkennen.

Viermal Nummer 1 in Deutschland, dreimal in Schweden und – man höre und staune: als EINZIGER deutschsprachiger Titel war Rock me Amadeus bei den Amis ganz oben auf dem Treppchen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Auszeichnungen.

Er zählte zählt zweifelsohne zu den ganz Grossen.

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Now playing: Falco – Rock Me Amadeus Club Remix
via FoxyTunes

Date: Februar 5th, 2008
Cate: Allgemein

Zu Papier gebracht am 4. Februar 2008 um 4:15 Uhr morgens

Es ist Samstag morgen. Ich befinde mich in meiner alten Schule. Es ist ein Termin Vorbereitungskurs Englisch-Abiturprüfung anberaumt. Obwohl dieser Kurs zur Oberstufenzeit stattfinden muss, stehe ich im Gebäude der Mittelstufe. Es ist noch früh, ich bin dort fast allein. Nur vereinzelt stehen Mitschüler, Gesichter vermag ich nicht zu erkennen.

Ich gehe ein paar Schritte über die langen Flure, die Treppen hinauf. Obwohl ich noch Schüler dort bin, fühle ich mich fremd.

Ich kehre um. Der Kurs ist freiwillig, dennoch drängen sich jetzt Massen von Menschen auf dem Flur. Selbst der eine Mitschüler, der wenige Augenblicke zuvor als krank entschuldigt wurde steht plötzlich neben mir.

Alles gerät in Bewegung. Wie eine Viehherde auf dem Weg zur Schlachtbank drängen sich alle Schüler die Treppe hinauf. Gespielte Gelassenheit, doch die Augen von Unsicherheit, Furcht erfüllt.

Wir betreten den Raum. Fast alle Stühle sind schon belegt. Ich ergattere einen der wenigen freien Plätze in der ungeliebten ersten Reihe.

Warum zur Hölle sind wir im Chemie-Raum??

Auf dem Flur sind noch hunderte Schüler, die drängen in den Raum, doch es ist kein Platz mehr.

Ich wache auf, mein Herz rast. Ruhig, du hast das Abi doch längst in der Tasche… Puh…

Zugegeben, jetzt, knapp 18 Stunden später wirkt das alles recht unspektakulär, aber einige Fakten finde ich schon merkwürdig. Ich hatte noch nie wirkliche Prüfungsangst. Aktuell steht auch nichts in dieser Richtung an. Warum diese Thematik?

Warum Englisch? Ich war in dem Fach gut. An einem Vorbereitungskurs hätte ich wohl nicht teilgenommen.

Warum war es im Mittelstufengebäude?

Doch ziemlich strange das ganze…

Date: Februar 4th, 2008
Cate: Allgemein

Neue Kategorie – Traumtagebuch

Der Titel ist Programm – ich gehe mit der Seelenstripperei noch einen Schritt weiter.

Wie oft hat man es, dass man im Traum wirklich beeindruckendes Kino erlebt, schön, traurig, beängstigend oder völlig verrückt. Macht wacht auf, und schon setzt der Prozess des Vergessens ein. Man geht die Story wieder und wieder durch, aber bei jedem Mal verschwimmen mehr Details.

Seit heute liegen Block und Stift neben meinem Bett. Ich werde – sofern es möglich ist – die Träume dann immer am Folgetag per timestamp zur selben Uhrzeit erscheinen lassen.

Mein erster Arbeitstitel für dieses Posting lautete übrigens Diary Of Dreams. Wäre aber wohl ganz schön anmaßend, außerdem hätte ich dann wohl recht flott ne Abmahnung am Hals *gg*. Warum auch immer mit diese Anglifizierung?? (Hm, vielleicht weil es gerade in die Thematik des ersten Traums passt? ;) Sei gespannt, morgen früh um Punkt 4:00 Uhr geht’s los!

PS: Falls der ein oder andere (Hobby-)Psychologe unter euch Spaß dran hat, mich und meine Träume zu analysieren – nur zu.

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Now playing: Shakespear’s Sister – You’re History
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Date: Februar 4th, 2008
Cate: Musik
3 msgs

Dem Wilhelm seine Schwester!

Das sagt dir wahrscheinlich genauso viel / wenig wie Siobhan Fahey. Oder Marcella Detroit? Klingelts? Nicht?!

Halloooohoooo!!! Schalt dein Radio an!!!

Genug wirres Gelaber, nach dem letzen Satz dürfte klar sein, um wen es hier geht.

Die beiden Damen bildeten zwischen 1988 und 1995 die Formation Shakespeare’s Sister, deren populärste Stücke Stay und Hello (Turn Your Radio On) waren. Produziert wurde das Projekt im Übrigen von Dave Stewart – dem sonnenberbrillten Typen von Eurythmics – allerdings unter dem Pseudonym Richard Feldman.

Heute erreichte mich endlich mein so lang erwartetes amazon-Päckchen mit der The Best of Shakespear’s Sistersogar in der britischen Version, mit DVD! Und nach dem ersten Durchhören muss ich eins sagen: Wenn man Shakespeare’s Sister nur auf diese beiden Titel reduziert tut man ihnen Unrecht.

Can U Wait That Long zum Beispiel. Um es mit einem Wort zu sagen: Grandios. Ein paar Worte mehr? Ok: Kraftvoll, zeitloser Rhythmus, die rauchige Stimme, die dann doch plötzlich einige Oktaven hochschnellt, das fast monumental anmutende Schlagwerk beim Refrain. Ein Lied zum Aufdrehen… (meine armen Nachbarn *lach*)

Oder Heroin. Bananarama, die zuviel Whiskey und Zigarren konsumiert haben, treten vor ausgewähltem Publikum in einer zwielichtigen Hinterhofkneipe auf. Um dieser Atmosphäre gerecht zu werden müssten sie sich dann wohl etwa so anhören.

Obwohl sie meiner Meinung nach stimmlich durchaus auf einer Ebene mit Tina Turner und Nina Hagen steht hört man von Siobhan Fahey heutzutage nichts. Eine klägliche recht übersichtlich gestrickte Webseite, ein paar Lieder zum runterladen, ein blog mit mickrigen 4 Einträgen.

Nunja, zu ändern ist es nicht, aber wenigstens wurden der Menschheit einige großartige Stücke geschenkt. Und diese werde ich in nächster Zeit recht ausführlich genießen.

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Now playing: Shakespear’s Sister – Hello (Turn Your Radio On)
via FoxyTunes

Date: Februar 4th, 2008
Cate: Allgemein, Meinereiner
1 msg

Nachtrag zu meinem Posting von gestern abend:

Ich habe einen sch*** ver*** §%$&/”/ MUSKELKATER!!!

Die erste Outdoor-Aktion in diesem Jahr, und dann gleich wieder sowas…

:(

Ich beantrage wohl erst mal einen Massagesessel fürs Büro.

Date: Februar 3rd, 2008
Cate: Events
1 msg

Die Hexe Blair – in Goslar!

schlotter, schlotter, Angst!

Dass Mittelalter-Fans in Goslar auf ihre Kosten kommen können sollte ja bekannt sein. Aber gerade wenn du auch auf “Hilfe-wir-sind-im-Wald-und-haben-uns-verirrt-und-

irgendwas-schleicht-um-uns-herum”-Filme stehst bietet dir Goslar ein Highlight!

Eins vorab:

Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz, das Betreten ist verboten. Zuwiderhandlung ist Hausfriedensbruch!!

Dieses Posting soll also niemanden ermutigen, das Grundstück zu betreten!

Von Anfang an:

Das extremst geile Wetter heute musste genutzt werden. Da Lars heute wieder zur Nachtschicht muss hatten wir eine zeitliche Grenze bei spätestens 4 bis 5 Uhr. Und wegfahren wollten wir sowieso nicht.

Als wir vor ein paar Tagen morgens zusammen zur Arbeit gegangen sind fiel uns ein Funkturm / Sendemast / was auch immer auf einem der umliegenden Berge auf. (Ich gehe die Strecke jeden Morgen, aber dieses Gebilde hab ich bislang nicht bemerkt.)

Ein wenig planlos machten wir uns also auf den Weg, die grobe Richtung: der Steinberg.

Auf halber Höhe etwa bot sich dann schon ein fantastischer Blick über die Stadt:

Diesen Turm kann man von unten nicht sehen, entsprechend überrascht waren wir beide.

Dies sind die beiden Masten, die uns eigentlich da hoch gelockt hatten. Aus der Nähe dann relativ unspektakulär. (Was ist schon besonderes an einem Sendemast…)

Panoramaimpression Harz und Granestausee:

Auf dem Turm waren dann diversen Metallplatten angebracht, die weitere Sehenswürdigkeiten und deren Richtung nannten. Unter anderem das Königsberg-Sanatorium.

Politisch ist diese Ruine immer wieder ein Streitpunkt; Heuschrecken Investoren wollen eine Ferienhausanlage auf den Steinberg stellen, aber – naja, lassen wir das. Noch steht ja, was von diesem Objekt eben noch übrig ist.

Deutliche Spuren im Schnee, wir waren nicht die ersten neugierigen Besucher heute:

Das ehemalige Wachhaus?

Norman Bates würde sich sicherlich wohl fühlen:

Oder auch nicht, die Front ist zwar noch da, aber dahinter steht fast nix mehr:

Höhenangst hin oder her, es hat wirklich gekribbelt. Aber in dem Fall hat die Vernunft gesiegt, seit 1984 rottet das Teil vor sich hin, es war, es IST einfach zu gefährlich!

Was ist das Königsberg-Sanatorium?

Zwischen 1895 und 1974 als Tuberkulose-Heilanstalt genutzt, ab 1974 dann als Heim für geistig behinderte Kinder. 10 Jahre später folgt dann die Schließung; seither ranken sich Gerüchte über das, was seinerzeit mit den Kindern geschah.

Experimente, Missbrauchsfälle und “verschwundene” Kinder. Geht man mit diesen “Storys” im Kopf auf das Gelände, dann wird einem schon etwas mulmig. Und alleine würde ich da mit Sicherheit nicht hingehen!

Viele weitere Infos findest du auf der sehr umfangreichen und detailliert recherchierten Seite des Goslarers Steve Niewisch – hier!
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Now playing: Sitd – Snuff Machinery (Club Version)
via FoxyTunes