Takk
Eines vorab: Noch niemals habe ich so lange mit mir gehadert, ob ich einen Artikel posten soll oder besser nicht. Hielten mich bisher oft moralische Bedenken oder Zweifel wegen möglicher rechtlicher Konsequenzen vom bloggen zu bestimmten Themen oder Ereignissen ab, so ist es aktuell eher die Unsicherheit, ob ich mit Worten überhaupt den gestrigen Erlebnissen gerecht werden kann.
Sigur Rós
Gut elf Jahre begleitet mich diese Band nun schon in meinem Leben, veränderte mich, prägte mich. Es ist außergewöhnliche Musik. Beim Warten vorm Konzert kam die Frage auf, wie man Sigur Rós einem Menschen beschreiben könnte, der die Band nicht kennt. Parallelen zu Björk? Massive Attack? … Doch irgendwie gibt es nichts wirklich vergleichbares.
Und um es vorweg zu nehmen: auch nach dem Konzert fällt es schwer, den Stil, den Charakter zu beschreiben. Elementar. Natürlich. Energiegeladen. Und letztlich ein Konzert, bei dem man nicht ein einziges Wort Text verstanden hat. Das mag einerseits daran liegen, dass der gemeine Deutsche nicht unbedingt isländisch zu sprechen pflegt. Und selbst die Leute, die ein paar Semester Volkshochschule “Isländisch für Anfänger” absolviert haben werde recht sparsam dreinschauen – einen großen Teil der Lieder singt Jónsi in seiner selbst erfundenen Sprache “vonlenska” bzw. “hopelandic”.
Doch keine Bange, die Botschaft kommt trotzdem an – mitten im Herz. Mit trockener Kehler und feuchten Augen sitzt du da, läßt dich mitreißen in eine Welt, wie selbst Tolkien sie nicht hätte besser zeichnen können. Seine einzigartige Stimme, der ungewöhnliche Gesangsstil, und nicht zuletzt die sounds, die Jónsi mit dem Cellobogen der E-Gitarre entlockt – all das gepaart mit den teilweise minimalistischen Licht- und Videoinstallationen erzählen Geschichten von kindlich-naiv bis postapokalyptisch, lassen Vulkane ausbrechen, Tornados über die Erde fegen und Menschen im nuklearen Winter zugrunde gehen. Wenige Augenblicke später findest du dich wieder in einem Mikrokosmos, umgeben von quallenartigen Wesen und beobachtest, wie um dich herum neues Leben entsteht. … Meine Interpretation. Ob die Menschen um mich herum dasselbe empfunden haben? – Vielleicht. Mit Sicherheit kann ich sagen, dass dieses Konzert niemandem im Publikum unbeeindruckt gelassen hat.
In gewisser Weise hilft die Sprachbarriere sogar, die Musik intensiver auf sich wirken zu lassen. Mit etwas Mühe konnte ich die einzelnen Stück noch den Alben zuordnen. Hätte man mich allerdings gefragt, wie das jeweilige Lied heißt – ich hätte überwiegend nur ratlos mit den Schultern zucken können (abgesehen davon, dass ich mich bei der Aussprache wahrscheinlich bis auf die Knochen blamiert hätte).
Der Vollständigkeit halber aber dennoch die setlist:
- yfirborð
- lagið í gær
- Ný Batterí
- Brennisteinn
- Sæglópur
- olsen olsen
- vaka
- e-bow
- Varúð
- hoppí + með blóð
- glósóli
- kveikur
- svefn-g-englar
- hrafntinna
- popplagið
Ich spare mir den Schlussatz, das Fazit, die Zusammenfassung an dieser Stelle, sie würde dem Erlebten sowieso nicht gerecht. Lediglich die Empfehlung, eine der arg seltenen Gelegenheiten, ein Sigur-Rós-Konzert mitzunehmen möchte ich jedem Leser an dieser Stelle aussprechen. Es lohnt sich!
Highfive, oder?
Mal wieder auf Statistik-Jagd.
Es steht schon seit etwa einem halben Jahr fest, dass ich den kommenden Freitag in der Hauptstadt verbringen werde. Dass ich nun aber das musikalische Highlight 2013 auch noch mit einem caching-Meilenstein verbinden kann – das hat schon was. (Ich will ja an der Stelle noch nicht zu laut frohlocken, der olle GC77 wird ja schon ganz gerne mal spontan deaktiviert… Daher die folgende Ankündigung unter Vorbehalt:)
Am Freitag werde ich den allerersten in Deutschland veröffentlichten Geocache als meinen zweitausendsten Fund loggen. Projekt MM_LXXVII, sozusagen.
Yes!
Und gefeiert wird das anschließend im Tempodrom, wer mir also auf diesen Meilenstein einen ausgeben möchte…
2012-12-23 – Goslar ist Tradifrei!
Nach anderthalb Jahren cacherei ist nun heute endlich die letzte grüne Kiste in einen smilie verwandelt worden. Underground Goslar. Das Teil hat mich Nerven gekostet. Spinnen… So groß wie Kaninchen. Mindestens! Meine letzte Hoffnung waren nun eben die Wintermonate. Aber selbst heute saßen da noch zwei, drei frosterprobte Exemplare drin. Aber egal, half alles nix, der musste heute erledigt werden!
Diese hartnäckigen Dosen sind es irgendwie, die das cachen so geil machen. So auch der eine cache, mitten im Innenbogen der Grane, für den man siebzehn Kilometer Fußmarsch in Kauf nehmen muss, egal von welcher Seite man sich auf den Weg macht.
Oder Kaiser Brunnen Goslarer Wasser II – nicht gar so weit zu laufen. Aber so scheisse gut versteckt, dass ich die zehn Kilometer Hin- und Rückweg ganze drei Male absolvieren durfte, und mir beim ersten Mal noch fast die Gräten gebrochen hätte.
Sonstige Highlights 2012 waren zweifelsohne die ganzen Lost Places und Bunker, namentlich:
Komplexlager 12,
der VolksEigene Betrieb – ReichsbahnAusbesserungsWerk,
die Salzgitteraner Bunker,
der Kronkorkenbunker in der zweiten homezone
und schließlich die unangefochtene Nummer Eins 2012 – die Jagd nach Agent Schröder in und um Staßfurt
Und 2013?
Es wird grandiose Touren geben, das steht fest. GC77 – der erste Deutsche Geocache – der wird erledigt. Und Prora, im Rahmen des Mega-Events im Spätsommer. Die Festungsfront Oder-Warth-Bogen in Polen eventuell? Wird sich alles zeigen…
Spannend wird es auf jeden Fall!
foodwatch – Versteckte Tiere
Gelatine im Multivitaminsaft, Schweineborsten in der Brotherstellung, Milchzucker in der vermeintlich rein pflanzlichen Schokolade: Wer sich vegetarisch oder vegan ernähren, aus religiösen Gründen Schweineprodukte meiden oder nur bestimmte Formen der Tierhaltung unterstützen möchte, bekommt wider Willen tierische Produkte untergejubelt. Eine Gesetzeslücke macht es möglich: In vielen Produkten stecken versteckte Tiere, ohne dass dies auf der Verpackung angegeben werden muss. Wir meinen: Wer bestimmte oder alle Tierprodukte vermeiden will, muss die Möglichkeit dazu haben! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und fordern Sie eine Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile!
quelle: foodwatch.de
Endspurt Projekt MegaTAUSEND
Das ging dann doch flotter als gedacht. 1000 Caches war eigentlich das Jahresziel. Nachdem aber die letzten Monate doch recht ergiebig waren festigte sich die anfangs fixe Idee, das Mega-Event als Tausend zu loggen mehr und mehr zum festen Ziel.
Und heute kann ich freudig verkünden: das Ziel ist zum Greifen nahe, der Zähler steht bei 9-9-9, das GPS bleibt nun für den Rest der Woche aus!!!
Wir sehen uns in Leipzig!




























